Acht Tote durch Lawine in kalifornischen Bergen

Im US-Bundesstaat Kalifornien sind mindestens acht Wintersportler bei einem Lawinenunglück ums Leben gekommen. Ein weiterer Skifahrer wurde am Mittwoch noch vermisst, wie die Polizei von Nevada County mitteilte. Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, sprach von einer “entsetzlichen Tragödie”. Das Unglück hatte sich am späten Dienstagvormittag (Ortszeit) am Berg Castle Peak in der Sierra Nevada nordöstlich der Stadt Sacramento ereignet.

Dort wurde eine insgesamt 15-köpfige Gruppe von der Lawine mitgerissen. Sechs Skifahrer konnten verletzt geborgen werden, zwei von ihnen wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben von US-Medien handelt es sich um eines der schwersten Lawinenunglücke in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten. Gouverneur Newsom dankte den örtlichen Behörden im Onlinedienst X für ihre schnelle Reaktion.

Nach seinen Angaben waren fast hundert Rettungskräfte im Einsatz, um die verschütteten Tourengeher aufzuspüren.”Von extremen Wetterbedingungen zu sprechen, ist fast untertrieben”, sagte die Polizeichefin von Nevada County, Shannan Moon. Der starke Schneefall und Wind mit Orkanböen hätten es den Rettungskräften zeitweise unmöglich gemacht, am Berg etwas zu sehen. Der Veranstalter der Skitour, Blackbird Mountain Guides, erklärte, die elf Gäste und vier Tourenleiter seien auf dem Rückweg gewesen, als sie von der Lawine erfasst wurden.

Der Wintersturm hatte Kalifornien ab Sonntag heimgesucht. Er führte südlich von Los Angeles zu starken Regenfällen und in den Bergen im Norden des Bundesstaates zu starken Schneefällen. Die Behörden gaben eine Lawinenwarnung aus und riefen Touristen auf, die Sierra Nevada zu meiden. Es herrsche dort Lebensgefahr. Laut dem Lawinen-Informationszentrum in Colorado hatte es in den USA in dieser Wintersaison bislang sechs Todesfälle gegeben.