Öl-Preis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren

Der Öl-Preis ist vor dem Hintergrund der militärischen Eskalation im Nahen Osten weiter in die Höhe geschnellt. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent zeitweise 91,89 Dollar – ein Anstieg um mehr als sieben Prozent seit Handelsbeginn und der höchste Stand seit April 2024. Die US-Sorte WTI legte um mehr als zehn Prozent auf 89,15 Dollar zu. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump eine “bedingungslose Kapitulation” des Iran gefordert.

Seit Beginn des Iran-Kriegs wurden mehrere Einrichtungen der Energieinfrastruktur angegriffen. Zudem ist die Straße von Hormus weiterhin de facto gesperrt, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate sind in der Lage, die Meerenge teilweise zu umgehen.

Aber “selbst mit diesen Umgehungsmöglichkeiten sind etwa 8,7 Millionen Barrel pro Tag blockiert”, erklärte Homayoun Falakshahi, Analyst bei Kpler. “Jeder Tag, der ohne Wiederaufnahme der Lieferungen verstreicht, veranlasst den Ölmarkt dazu, das verlorene Angebotsvolumen nach oben zu korrigieren”, erklärten Analysten der ING-Bank.

Fri, 06 Mar 2026 17:06:25 GMT