Mexikos Präsidentin nach tödlichem Schusswaffenangriff für strengere Waffenkontrollen
Nach einem tödlichen Schusswaffenangriff an einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Mexikos hat sich Präsidentin Claudia Sheinbaum für strengere Waffenkontrollen an Touristenorten ausgesprochen. “Offensichtlich müssen wir die Sicherheitsvorkehrungen verschärfen”, sagte sie am Dienstag. Ein Angreifer hatte am Vortag in der Ruinenstadt Teotihuacán eine kanadische Touristin erschossen.
Der Vorfall, bei dem sich der Angreifer das Leben nahm, ereignete sich weniger als zwei Monate vor dem Beginn der Fußball-WM in Mexiko-Stadt.”Wir brauchen bessere Sicherheitsvorkehrungen, um sicherzustellen, dass niemand mit einer Schusswaffe eine archäologische Stätte oder eine Touristenattraktion betreten kann”, sagte Präsidentin Sheinbaum am Dienstag. Der Schusswaffenangriff am Montag ereignete sich zur Mittagszeit in der bei Touristen sehr beliebten Stätte im Zentrum Mexikos.
Insgesamt wurden 13 Menschen verletzt: Sechs Menschen wurden Behördenangaben zufolge durch Schüsse verletzt und in einem örtlichen Krankenhaus behandelt. Sieben weitere Menschen verletzten sich bei der Flucht vor den Schüssen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelte es sich um einen geplanten Angriff. Der Verdächtige, ein 27-Jähriger, habe die archäologische Stätte mehrfach vorab besucht, im Vorfeld in Hotels in der Nähe übernachtet “und von dort aus seine Gewalttaten geplant”, sagte Staatsanwalt José Luis Cervantes Martínez.
Die Ruinen von Teotihuacán, zu denen unter anderem die Mond- und die Sonnenpyramiden gehören, stammen aus der vorkolonialen Zeit. Sie zählen zu den beliebtesten Touristenattraktionen in Mexiko. Im Jahr 2025 besuchten mehr als 1,8 Millionen Menschen die Anlage. Die rund 50 Kilometer von der Hauptstadt Mexiko-Stadt entfernt gelegene Anlage gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.
Tue, 21 Apr 2026 16:15:44 GMT
