Im Prozess um einen geplanten Anschlag auf ein Taylor-Swift-Konzert in Wien ist der Angeklagte Beran A. am Donnerstag zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Die Geschworenen sprachen den 21-Jährigen in allen Anklagepunkten für schuldig, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Der Österreicher, der nach einer Warnung von US-Geheimdiensten einen Tag vor dem geplanten Anschlag im August 2024 festgenommen worden war, hatte sich in dem seit April laufenden Prozess weitgehend schuldig bekannt.
Beran A. war vor dem Landesgericht Wiener Neustadt in der Nähe der österreichischen Hauptstadt wegen Planung des Anschlags sowie Bildung einer IS-“Terrorzelle” mit zwei weiteren Österreichern angeklagt. Er hatte zugegeben, einen Anschlag auf ein Swift-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion geplant zu haben und berichtete, wie er Instruktionen von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) erhalten habe, der er seit 2023 angehört habe. Zudem schilderte er, wie er vergeblich versucht habe, eine Bombe zu bauen. Zu den drei Auftritten von Taylor Swift im Rahmen ihrer “Eras”-Welttournee waren in Wien mehr als 170.000 Zuschauer erwartet worden.
Nachdem die österreichischen Behörden mit Hilfe von US-Geheimdiensten die Anschlagspläne aufgedeckt hatten, wurden die Konzerte abgesagt.
Thu, 28 May 2026 20:26:04 GMT
