Milliardär Stronach in Kanada wegen sexueller Übergriffe schuldig gesprochen

Der österreichisch-kanadische Unternehmer und Milliardär Frank Stronach ist in Kanada wegen sexueller Übergriffe schuldig gesprochen worden. Ein Gericht in Toronto fällte den Schuldspruch gegen den 93-Jährigen am Freitag, das Strafmaß soll Mitte September verkündet werden. Bis dahin bleibt der Gründer des Automobilteile-Herstellers Magna auf freiem Fuß. Stronach war in mehreren Punkten angeklagt gewesen.

Schuldig gesprochen wurde er jedoch nur in zwei Punkten – “unsittlicher Übergriff” und sexuelle Nötigung. Drei Vorwürfe einer Klägerin wurden fallen gelassen, weil das Gericht die Aussage der Frau nicht als glaubhaft einstufte. Weitere Anklagepunkte zog die Staatsanwaltschaft mangels Beweisen zurück. Stronach wies alle Vorwürfe zurück. Im Prozess hatten sieben Klägerinnen gegen den Milliardär ausgesagt.

Die vorgeworfenen Taten reichten bis ins Jahr 1977 zurück. Der in Österreich geborene Stronach hatte in Kanada ein kleines Werkzeugunternehmen zu einem der weltweit größten Automobilteilehersteller, Magna International, ausgebaut. Im Alter von 80 Jahren gab der Milliardär die Führung des Unternehmens ab und kehrte in seine Heimat Österreich zurück, um dort für ein öffentliches Amt zu kandidieren.

Mittlerweile lebt er wieder in Kanada.

Fri, 19 Jun 2026 17:07:25 GMT

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