Steilküste in französischem Badeort Biarritz bricht ab: Vermutlich zwei Taucher tot

Im südwestfranzösischen Badeort Biarritz ist ein großer Teil einer Steilküste abgebrochen und hat zwei Sporttaucher unter sich begraben. Eine 33-Jährige wurde nach dem Unglück am Mittwochabend tot aus dem Meer geborgen, die Suche nach ihrem ein Jahr älteren Partner dauerte am Donnerstag an. Ein weiterer Taucher erlitt einen schweren Schock. Zwölf Taucher und ein Jetski waren an der Suche nach dem Vermissten beteiligt, auch eine Unterwasserdrohne sollte zum Einsatz kommen. Etwa 2000 Kubikmeter Felsen unterhalb eines Leuchtturms waren am Mittwochabend überraschend von der Steilküste abgebrochen und ins Meer gestürzt. “Es war ohrenbetäubend”, berichtete der 45 Jahre alte Vincent Pariset, der mit seiner Tochter einen Stand-up-Paddelausflug machte, als sich das Unglück ereignete.

Der nahegelegene Badestrand der Stadt war bei Temperaturen von mehr als 40 Grad zum Zeitpunkt des Unglücks von zahlreichen Menschen bevölkert. Die Stadtverwaltung von Biarritz sperrte das Gebiet um die Einsturzstelle für Taucher und Schiffe. Auch der Strand wurde vorläufig gesperrt. Das Gebiet rund um den Leuchtturm von Biarritz gilt offiziell als “Gefahrengebiet”, das Betreten ist verboten.

Ein Hinweisschild warnt vor “ständigen Erdrutschen”. An der Steilküste in der Gegend von Biarritz hatte es bereits 2008 und 2018 größere Abbrüche gegeben. Der durch den Klimawandel beförderte Anstieg des Meeresspiegels verstärkt die natürliche Erosion, die zu Felsstürzen führen kann. Tausende Häuser entlang der Atlantikküste drohen, in den kommenden Jahrzehnten abzurutschen.

Thu, 25 Jun 2026 13:56:41 GMT

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