Der französische Luxuskonzern Hermès steigt in die Haute Couture ein und will im Januar seine erste Kollektion vorstellen. Wie das Unternehmen der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag bestätigte, soll die Kollektion bei der Haute-Couture-Woche vom 25. bis 28. Januar 2027 in Paris gezeigt werden. Entworfen wird sie von der französischen Designerin Nadège Vanhée, die seit 2014 bereits für die Prêt-à-Porter-Damenmodekollektionen von Hermès verantwortlich ist.
Das vor allem für teure Handtaschen wie die Birkin Bag und die Kelly Bag sowie seine Seidentücher bekannte Unternehmen Hermès wird damit Teil des offiziellen Programms der Haute-Couture-Woche für die Saison Frühjahr/Sommer 2027.”Was uns an der Haute Couture interessiert, ist das Savoir-faire”, hatte Hermès-Chef Axel Dumas im Februar 2025 gesagt. Das Unternehmen habe bereits “ein sehr, sehr hohes Niveau und eine unglaubliche Lederqualität”.
Mit Blick auf den Einstieg in die Haute Couture habe sich Hermès daher gefragt: “Warum nicht?”Die Haute Couture ist die prestigeträchtigste Sparte der Modewelt. Sie unterliegt genauen Regeln: So müssen die Modelle eigenständig, maßgeschneidert und handgefertigt sein. Zudem müssen sie unter Verantwortung des ständigen künstlerischen Leiters einer Marke in Werkstätten in Frankreich entstehen.
Jedes Modehaus verpflichtet sich zu zwei Schauen pro Jahr in Paris – im Januar und im Juli – mit jeweils mindestens 25 Modellen für Tag und Abend. Nur 13 Häuser verfügen über die rechtlich geschützte Anerkennung als Haute-Couture-Haus. Dazu zählen Dior, Chanel und Givenchy, aber auch Jean Paul Gaultier, Maison Margiela, Alexis Mabille und Schiaparelli.
Thu, 09 Jul 2026 12:26:53 GMT
