Die Hitze ist zurück – zumindest in Teilen Deutschlands. Für den Sonntag sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach Temperaturen von 25 bis 31 Grad Celsius für den Norden und Nordosten und 29 bis 35 Grad für den Rest des Landes voraus. Am heißesten sollte es im Südwesten werden. Aus den Kommunen kamen Warnungen vor zunehmender Wasserknappheit. Am Montag und Dienstag sollte es der Vorschau zufolge in den Tallagen im Südwesten sogar bis zu 36 oder 37 Grad warm werden.
Außerdem verzeichnete der DWD eine “zögernde Zunahme des Schauer- und Gewitterpotenzials”. In der Nacht zum Montag könne es im Norden und Nordosten einzelne Schauer geben, auch vereinzelte Gewitter seien nicht ausgeschlossen, hieß es. Am Montag könne es dann im Nordwesten gewittern. Vorerst soll es heiß bleiben, wie der DWD in seiner Zehn-Tage-Vorhersage ausführte. Zunächst solle es nur einzelne Gewitter geben.
Ab Freitag erwartet der Wetterdienst aber vermehrt Gewitter und danach eine leichte Abkühlung. Nach der ungewöhnlich frühen Hitzewelle Ende Mai und der extremen Hitzewelle Ende Juni ist das den Meteorologen zufolge für den Südwesten nun bereits die dritte Hitzewelle dieses Sommers. Rekordtemperaturen wie Ende Juni, die nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts in Deutschland mindestens 5100 Hitzetote forderten, sind nach aktuellem Stand allerdings nicht zu erwarten.
Damals wurden mancherorts mehr als 41 Grad gemessen. In vielen Regionen ist es sehr trocken. Der Deutsche Landkreistag forderte daher Einschränkungen beim Wasserverbrauch für die Freizeit. “Wir haben es mit stärkeren Hitze- und Trockenphasen in unterschiedlichen Regionen zu tun”, sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Achim Brötel, der “Neuen Osnabrücker Zeitung” vom Wochenende.
Das werde “auch dazu führen, dass private Komfort-Verbräuche wie Pools hinterfragt werden müssen.” Dazu werde es Empfehlungen der Wasserversorger geben, “die beachtet werden sollten”. Der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) forderte in der Zeitung neue Genehmigungspflichten zur Wasserentnahme, auch für private Zwecke. Bislang dürfen Privatleute Wasser aus Gewässern nutzen, um beispielsweise damit zu gießen.
In einigen Regionen ist das in diesem Sommer aber bereits verboten. VKU-Vizepräsident Karsten Specht sagte der Zeitung: “Genehmigungsfreie Nutzungen müssen so weit wie möglich eingeschränkt werden.” Der Druck auf die Grundwasserressourcen wachse mit dem Klimawandel, erklärte der Verband. Specht zufolge müsse “Transparenz in der Frage geschaffen werden, wer wann und in welchem Umfang auf die Wasserressourcen zugreift”.
Aus mehreren Regionen Baden-Württembergs wurden Wald- oder Flächenbrände gemeldet. So teilte das Polizeipräsidium Mannheim am Sonntag mit, dass es alleine in den vergangenen 24 Stunden zu sieben Flächenbränden in seinem Zuständigkeitsbereich gekommen sei. In der Nähe von Karlsruhe brannte es im Mauertal zwischen Weingarten und Walzbachtal auf einem abgeernteten Getreidefeld sowie auf einer Brachfläche und einem Stoppelfeld in der Stadt Stutensee.
Dort mussten 27 Bewohnerinnen und Bewohner des Betreuten Wohnens evakuiert werden. In Bayern warnte Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) vor einer hohen Waldbrandgefahr. Sie rief alle Waldbesucher dazu auf, weiterhin besonders achtsam zu sein, kein Feuer im Wald und in Waldnähe zu machen, dort nicht zu grillen oder gar Feuerwerkskörper zu zünden und das Rauchverbot einzuhalten. “Ein Funke kann reichen”, erklärte Kaniber.
Klimaanlagen haben einem Medienbericht zufolge inzwischen 23,4 Prozent der Haushalte. Das sind meist mobile Anlagen, sogenannte Monoblockgeräte, bei denen die warme Luft über einen Abluftschlauch nach draußen geleitet wird. Die Zeitungen der Funke Mediengruppe beriefen sich in ihrem Artikel auf eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox. Vor einem Jahr hatten demnach nur 17,9 Prozent der Haushalte eine Klimaanlage.”Die außergewöhnliche Hitzewelle der vergangenen Wochen hat das Interesse an Klimaanlagen deutlich erhöht”, sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck den Funke-Zeitungen.
Zeitweise seien mobile Klimageräte vielerorts ausverkauft gewesen.
Sun, 12 Jul 2026 11:13:41 GMT
