Nach dem Austritt giftiger Flusssäure auf einem Containerschiff im Hafen von Antwerpen sind zahlreiche Arbeiter im Krankenhaus behandelt worden. 127 Menschen wurden leicht verletzt, 28 von ihnen mussten am Mittwoch zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben, wie die betroffene belgische Gemeinde Beveren mitteilte. Das Leck legte den Verkehr in einem Teil von Europas zweitgrößtem Hafen lahm. Flusssäure ist eine farblose, giftige Flüssigkeit, die stark ätzend auf die Haut, Schleimhäute und Augen wirkt.
Sie wird in der Industrie zur Herstellung von Kunststoffen und zur Metallverarbeitung genutzt. Das Leck war nach Angaben der Behörden am Dienstagabend an einem Container auf einem Frachter des Unternehmens MSC festgestellt worden. Das Leck wurde den Angaben zufolge am Mittwochmorgen “stabilisiert”. Spezialeinheiten bereiteten sich nach Angaben des Hafenbetreibers am Mittwochvormittag darauf vor, den Container vom Schiff zu holen. “Dafür wird ein Auffangbehälter mit Kalk an Bord gebracht.
Anschließend wird der Container versiegelt und sicher abtransportiert”, teilte der Betreiber mit.
Wed, 15 Jul 2026 10:01:14 GMT
