Nahezu lebensgroße Playmobil-Ritter, -Piraten, -Astronauten und -Cowboys werden am Samstag in Paris zur Versteigerung angeboten. Auch sogenannte Dioramen, die als Kulissen für die bei Kindern beliebten Kunststofffiguren dienten, lassen sich im Auktionshaus Drouot ersteigern. Der Schätzpreis für die riesigen Playmobilfiguren liegt bei 200 bis 600 Euro. Weibliche Figuren sind deutlich unterrepräsentiert und entsprechen meist Rollenklischees: Im Angebot sind etwa Bäuerinnen, Feen und Prinzessinnen.
Der Erlös der Versteigerung geht an eine Organisation, die sich um Kinder in Krankenhäusern kümmert. Playmobil steckt derzeit in Schwierigkeiten: Nachdem die Spielwarenmarke 2022/2023 erstmals in der Firmengeschichte Verlust gemacht hatte, wurde im vergangenen Sommer die letzte deutsche Fabrik im bayerischen Dietenhofen geschlossen. Das Hauptwerk befindet sich nun auf Malta. Das Unternehmen begründete dies mit veränderten Spielgewohnheiten der Kinder.
Ursprünglich waren die Figuren für Vier- bis Zehnjährige gedacht, heute spielten nur noch Vier- bis Achtjährige damit. Die Marke setzt außerdem auf Sammler, die die Figuren aus ihrer Jugend kaufen. Nach Angaben des Auktionshauses hat Playmobil seit der Markteinführung vor 52 Jahren rund 3,8 Milliarden Figuren produziert. Es gibt insgesamt 9300 Modelle und 40 verschiedene Spieluniversen.
Thu, 24 Sep 2026 15:33:50 GMT
