Trump nennt Gipfel mit Xi erfolgreich und sieht Konsens bei “Superintelligenz”

US-Präsident Donald Trump hat den dreitägigen Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping als erfolgreich bewertet. Das Treffen sei “sehr positiv für beide Länder gewesen”, sagte Trump am Freitag im Weißen Haus, ohne konkrete Ergebnisse zu nennen. Nach seinen Worten sprach er mit Xi auch über den Iran-Krieg und die Öffnung der für den Welthandel wichtige Straße von Hormus.

Trump schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, der Gipfel sei von “Freundschaft, Stärke und Erfolg” geprägt gewesen. Zum Abschluss besuchten die beiden Präsidentenpaare das US-Nationalarchiv in Washington und schauten sich die vor 250 Jahren unterzeichnete US-Unabhängigkeitserklärung sowie die Verfassung an. Zur Ehrerbietung für Xi ließ Trump auf den Stufen zum Archiv einen roten Teppich ausrollen. Zuvor gab es einen Tee-Empfang im Weißen Haus. Xi sprach dabei von zwei weiteren geplanten Begegnungen mit Trump: beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) am 18. und 19.

November im chinesischen Shenzhen und beim G20-Gipfel in den USA im Dezember. Xi sagte, er heiße Trump und First Lady Melania “in China herzlich willkommen”. Trump bestätigte daraufhin, dass er zum Apec-Gipfel reisen will. Der Kreml hatte von einem möglichen Dreiertreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, Trump und Xi am Rande des Apec-Treffens gesprochen. Die USA haben Putin zudem zu dem Gipfel der G20-Staaten eingeladen.

Er soll Mitte Dezember in einem Golfclub Trumps in Miami im Bundesstaat Florida stattfinden. Die USA haben in diesem Jahr den rotierenden G20-Vorsitz inne. Trump hatte zuvor auf Truth Social von einem “sehr produktiven Treffen mit Präsident Xi” gesprochen. Xi scheine ebenfalls bereit zu sein, die Künstliche Intelligenz in “Superintelligenz” umzubenennen. “Das wäre super”, ergänzte Trump.

An einem Staatsbankett für Xi am Donnerstagabend hatten Spitzenvertreter der US-Tech-Branche teilgenommen, darunter Tesla-Chef Elon Musk, Nvidia-Chef Jensen Huang und OpenAI-Chef Sam Altman. Trump hatte zu Beginn des Gipfels erklärt, es sei “auch Chinas Position”, KI ungeachtet von Sicherheitswarnungen der Branche nicht staatlich zu regulieren. Der chinesische Staatschef und seine Ehefrau waren am Mittwoch zu ihrem ersten Besuch in Washington seit mehr als einem Jahrzehnt eingetroffen.

Die US-Regierung sprach von einem “Meilenstein in den Beziehungen zwischen den beiden Ländern”. Kurz vor Beginn des Treffens hatte die US-Regierung eine Verlängerung der Zollpause mit China bis zum 10. Januar verkündet. Zu den Konfliktthemen zählte neben dem Wettlauf bei der KI-Entwicklung und dem Iran-Krieg auch der Ukraine-Krieg. China drohen US-Sanktionen, weil es aus Russland wie dem Iran weiterhin Öl bezieht.

Für den Iran ist China bisher sogar der größte Handelspartner. Bei Trumps Besuch in Peking im Mai hatte Xi ihn vor einem Militärkonflikt um Taiwan gewarnt, sollten die USA neue Waffen für Taipeh billigen. Peking betrachtet die selbstverwaltete und demokratisch regierte Insel Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischer Gewalt wieder mit dem chinesischen Festland vereint werden soll.

Bisher hat Trump über den Rüstungsdeal nicht entschieden. Als Zeichen einer Annäherung lud Xi nun bei seinem Besuch in Washington 100.000 US-Studierende ein, in den kommenden fünf Jahren China zu besuchen. Zudem kündigte er an, “in wenigen Tagen” werde der Zoo in Atlanta im Südosten der USA zwei Riesenpandas erhalten.

Fri, 25 Sep 2026 18:12:44 GMT