Ermittler: Copilot von Flydubai-Maschine plante Selbstmordanschlag auf Flughafen Tel Aviv
Der Copilot der in Saudi-Arabien notgelandeten Flydubai-Maschine wollte nach Angaben der emiratischen Ermittler einen Selbstmordanschlag auf den Flughafen im israelischen Tel Aviv verüben. Der Mann aus dem Oman habe sich dabei die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA zum Vorbild genommen, erklärte Generalstaatsanwalt Hamad Saif al-Schamsi am Freitag. Sein Ziel sei gewesen, so viele Menschen wie möglich zu töten.
Der Copilot des Linienflugzeugs hatte Mitte vergangener Woche auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv den indischen Flugkapitän der Maschine mit einer Rettungsaxt angegriffen. Laut früheren Angaben von al-Schamsi versuchte der Copilot, das Kommando über das Flugzeug zu übernehmen. Passagiere konnten den Angreifer jedoch überwältigen, eine an Bord mitreisende zweite Cockpit-Crew landete die Maschine mit 166 Passagieren und acht Besatzungsmitgliedern schließlich sicher in Saudi-Arabien.
Der mittlerweile in den Emiraten in Haft sitzende Copilot habe angegeben, allein gehandelt zu haben, erklärte Generalstaatsanwalt al-Schamsi weiter. Weitere Menschen seien Aussage des Mannes nicht beteiligt gewesen. In den laufenden Ermittlungen solle dies überprüft werden. Der Omaner habe vor Antritt seiner Tätigkeit alle Sicherheitsüberprüfungen durchlaufen, erkläre al-Schamsi weiter. Er habe die “beruflichen und sicherheitsrelevanten Anforderungen” erfüllt, bevor er im Januar 2026 zu Flydubai gewechselt sei.
Unter anderem habe er eine Pilotenlizenz und ein Führungszeugnis vorgelegt. Es habe keine “Hinweise auf seine extremistischen Ansichten oder seine Absicht gegeben, einen terroristischen Anschlag zu verüben”, erklärte der Generalstaatsanwalt weiter. Den Angaben zufolge radikalisierte sich der Copilot während seines Studiums in Australien. Es sei der dritte Flug des Copiloten nach Tel Aviv gewesen.
Zwei frühere Flüge habe er zur Planung des Anschlags genutzt. Mehrere Medien hatten in den vergangenen Tagen berichtet, der Copilot habe im Oman wegen extremistischer Ansichten nicht mehr fliegen dürfen. Laut dem US-Sender CNN verlor der Mann im vergangenen Jahr aufgrund von Bedenken hinsichtlich seiner Ansichten seine Stelle bei Oman Air, der nationalen Fluggesellschaft des Oman. Danach habe er sich erfolglos bei der Fluggesellschaft Emirates beworben und sei schließlich zu Flydubai gegangen.
Fri, 09 Oct 2026 18:19:01 GMT
