Von Russland freigelassener US-Bürger Hubbard zurück in der Heimat
Der von Russland freigelassene US-Bürger Stephen Hubbard ist zurück in den Vereinigten Staaten. Sein Anwalt Martin De Luca bestätigte am Donnerstag auf Anfrage Hubbards Landung. Der pensionierte Englischlehrer saß in Russland mehr als vier Jahre lang im Gefängnis, weil er angeblich als Söldner für die Ukraine gekämpft hatte. US-Präsident Donald Trump hatte sich nach eigenen Angaben persönlich bei dem russischen Staatschef Wladimir Putin für Hubbards Freilassung eingesetzt.
Trump verbreitete am Mittwoch Bilder seines Unterhändlers Steve Witkoff mit dem lächelnden Freigelassenen. Witkoff hatte zuvor Putin getroffen, der Hubbards Entlassung aus dem Gefängnis bekanntgab. Hubbards Freilassung sei “ohne Gegenleistung” erfolgt, betonte Trump. Allerdings brachte er die Freilassung in Zusammenhang mit der von ihm verfügten Aussetzung des jüngsten Sanktionspakets gegen Russland. Wären die Sanktionen wie geplant in Kraft getreten, wären die Verhandlungen über Hubbards Freilassung sicher zum Stillstand gekommen, erklärte der US-Präsident.
Hubbard war nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine 2022 im Nordosten der Ukraine festgenommen worden, wo er sich bereits 2014 mit seiner ukrainischen Partnerin niedergelassen hatte. Im Oktober 2024 wurde er in Moskau wegen “Söldnertums” für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Hubbard selbst bestritt die Vorwürfe. Zur Zeit seiner Verurteilung war Hubbard 72 Jahre alt.
Ein früherer ukrainischer Mitgefangener berichtete im Herbst 2024, der US-Bürger sei wie viele andere Inhaftierte mit Essensentzug und Elektroschocks gefoltert worden.
Thu, 22 Oct 2026 13:28:13 GMT
