US-Soldat in Japan wegen Mordes an Einheimischer angeklagt
Der Fall hatte landesweit für Empörung gesorgt: Weil er eine Einheimische getötet haben soll, ist ein US-Soldat in Japan wegen Mordes angeklagt worden. Entsprechende Medienberichte bestätigte ein Gerichtssprecher in Naha auf der Insel Okinawa am Montag. Der Tageszeitung “Yomiuri Shimbun” zufolge wird dem Marineinfanteristen vorgeworfen, sein Opfer Anfang Oktober in einem Hotel mit einem Telefonkabel erwürgt zu haben.
Zudem habe der 20-Jährige den Ermittlern zufolge einen Rucksack mit der Geldbörse des Opfers und weiteren persönlichen Gegenständen gestohlen. Ihm wird daher auch Raub vorgeworfen. Der US-Soldat hatte die Vorwürfe nach seiner Festnahme bestritten. Der Zeitung zufolge machte er inzwischen Aussagen, die zumindest auf eine gewisse Verbindung zu dem Fall hindeuteten. Der Mordfall hatte in Japan große Empörung ausgelöst und erneut zu hitzigen Diskussionen über die massive US-Militärpräsenz ausgelöst.
In Japan sind rund 54.000 US-Soldaten stationiert, die meisten davon auf Okinawa. Von US-Soldaten begangene Straftaten hatten in der Vergangenheit immer wieder für Empörung in Japan gesorgt. Im vergangenen Jahr wurde ein US-Soldat wegen eines Vergewaltigungsversuchs zu sieben Jahren Haft verurteilt. 2017 erhielt ein früherer US-Militärangehöriger wegen Vergewaltigung und Ermordung einer Frau auf Okinawa eine lebenslange Haftstrafe.
Mon, 26 Oct 2026 11:40:45 GMT
