Senatsrennen in Alaska: Amtsinhaber wirft Demokraten Betrugskampagne vor

Beim wichtigen Rennen um den Senatorenposten im US-Bundesstaat Alaska hat der republikanische Amtsinhaber Dan Sullivan seiner demokratischen Rivalin eine Betrugskampagne vorgeworfen. “Die Kampagne meiner Gegnerin ist buchstäblich darauf ausgerichtet, die Menschen in Alaska in die Irre zu führen, zu lügen und zu betrügen”, sagte der 61-Jährige am Dienstag vor Reportern in Anchorage, der größten Stadt Alaskas. “Wir erleben den größten Wahlbetrugsskandal in der Geschichte des Bundesstaates Alaska – vielleicht einen der größten in der Geschichte des US-Senats.”In Alaska stehen bei der Kongresswahl zwei Kandidaten mit dem gleichen Namen auf dem Wahlzettel: neben dem amtierenden republikanischen Senator Dan Sullivan auch der völlig unbekannte pensionierte Lehrer Daniel J.

Sullivan. Die Republikaner vermuten dahinter ein Manöver der Demokraten und argumentieren, die Wähler könnten anstelle des amtierenden Senators versehentlich den anderen Sullivan wählen, wovon die demokratische Kandidatin Mary Peltola profitieren würde. Peltola weist die Vorwürfe zurück und hat bestritten, von dem Manöver Kenntnis zu haben. Bei den Zwischenwahlen zum Kongress standen am Dienstag in den USA alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat zur Abstimmung.

Beide Kongresskammern werden derzeit von Trumps Republikanern beherrscht. Im Senat müssten die Demokraten unter dem Strich noch vier zusätzliche Mandate erobern, um eine Mehrheit von 51 Sitzen zu erreichen. Somit könnte der Verlust oder Gewinn eines einzelnen Senatorenpostens von größerer Bedeutung für die künftigen Machtverhältnisse in Washington werden. In den Umfragen liefern sich Sullivan und Peltola ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Die Wahllokale schließen in Alaska am Dienstagabend Ortszeit (zwischen 06.00 und 07.00 Uhr MEZ). US-Präsident Donald Trump hatte versucht, den Ausgang der Senatswahl in Alaska im Fall einer Niederlage des republikanischen Kandidaten zu blockieren. Dies wurde von einem Bundesgericht kurz vor der Wahl jedoch zurückgewiesen.

Wed, 04 Nov 2026 00:52:57 GMT

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