Brand in Belgien: Feuer breitet sich nicht mehr in Richtung Deutschland aus

Der Brand im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn breitet sich offiziellen Angaben zufolge derzeit nicht mehr in Richtung deutscher Grenze aus. “Der Wind weht günstig und die derzeitigen Regenfälle tragen dazu bei, die Ausbreitung einzudämmen”, teilte der Leiter der Krisenkommunikation des Gouverneurs der Provinz Lüttich, Tony Hosmans, am Montag mit. Das Feuer sei allerdings noch nicht unter Kontrolle, betonte Hosmans.

Aufklärung aus der Luft solle im Laufe des Tages ein umfassendes Bild der Lage bringen, erklärte der Sprecher. Die Einsätze zur Eindämmung des Brandes seien die gesamte Nacht fortgesetzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Dabei seien die Einsatzkräfte von Landwirten unterstützt worden, insbesondere bei der Wasserversorgung für die Löscharbeiten. Wegen des Brands war am Sonntagabend die Evakuierung eines Teils der Bevölkerung des nahegelegenen Eifel-Ortes Monschau angeordnet worden.

Das Feuer im Hohen Venn hat seit Freitag rund 3000 Hektar Vegetation vernichtet. Das entspricht in etwa der Fläche der Nordseeinsel Borkum. Das grenzüberschreitende Gebiet besteht aus sumpfigen Torfmooren und Kiefernwäldern und ist bei Wanderern beliebt. Rund 500 Feuerwehrleute und Einsatzkräfte wurden mobilisiert. Es ist der größte Waldbrand in Belgien seit 1911, als es in derselben Region infolge einer Dürreperiode zu massiven Feuern kam.

Das belgische Königshaus hat für Montag einen Besuch von König Philippe in der Region angekündigt. Zudem soll am Montag weitere Hilfe aus der Luft die Krisenregion erreichen. Vorgesehen seien zwei belgische Polizeihubschrauber, ein niederländischer, zwei deutsche und zwei norwegische Hubschrauber sowie zwei schwedische Flugzeuge, erklärten die örtlichen Behörden. Die Hubschrauber und Flugzeuge seien insbesondere im Osten des Brandgebiets von Bedeutung, wo das Gelände keinen Einsatz am Boden zulässt. 

Mon, 17 Aug 2026 09:28:57 GMT