CSU sieht gute Chancen für Aigner bei Wahl zur Bundespräsidentin

Nach der Unterstützung durch ostdeutsche CDU-Ministerpräsidenten sieht die CSU bei der Bundespräsidentenwahl gute Chancen für die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). “Diese Unterstützung zeigt die hohe Akzeptanz für das Angebot einer Kandidatin, die gute Chancen auf ein starkes Ergebnis bereits im ersten Wahlgang hätte”, sagte CSU-Generalsekretär Martin Huber der “Rheinischen Post” vom Donnerstag. “Dies würde zugleich ein starkes Ergebnis für die demokratische Mitte bedeuten”.

Der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt und Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (beide CDU) hatten sich am Mittwoch hinter Aigner gestellt. Auch der geschäftsführende Ministerpräsident Sachsen-Anhalts, Sven Schulze (CDU), nannte Aigner eine “sehr gute Kandidatin für das Bundespräsidialamt”. Die Bundesversammlung wählt am 30. Januar das neue Staatsoberhaupt. Kanzler Friedrich Merz (CDU) hatte sich am Montag darauf festgelegt, dass die Union eine Frau als Kandidatin für das höchste Staatsamt vorschlagen werde.

Aigner wird schon länger als mögliche Nachfolgerin von Amtsinhaber Frank-Walter Steinmeier genannt. Allerdings sind auch aus der CDU mehrere Frauen im Gespräch. Merz will am Montag mit dem CDU-Präsidium über die Kandidatenfrage beraten. Kretschmer forderte dann eine Entscheidung. “Die Debatte muss ein Ende haben”, erklärte er am Mittwoch in einer Mitteilung. Das Amt des Bundespräsidenten dürfe “kein Gegenstand parteipolitischer Taktik” sein. “Ich gehe davon aus und wünsche mir, dass Ilse Aigner am Montag unsere gemeinsame Kandidatin der Union wird.”

Thu, 05 Nov 2026 09:45:53 GMT