Asche von “Madonna Asiens” verschwunden: Familie und Fans von Anita Mui empört
Sie ging als “Madonna Asiens” in die Musikgeschichte ein, nun wird die Asche der verstorbenen chinesischen Sängerin Anita Mui vermisst. Wie die Hongkonger Polizei der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag bestätigte, verschwand die Asche aus einem Kloster in Hongkong. Die Ermittlungen liefen, es habe in dem Fall aber noch keine Festnahme gegeben. Muis Angehörige hatten bereits im Juli die Polizei eingeschaltet, nachdem ein Fan bemerkt hatte, dass die Urne der Sängerin nicht mehr an ihrem Platz in dem Kloster war.
Am Samstag hatten sich Muis Angehörige in einer öffentlichen Erklärung beschwert, der Mangel an Fortschritten bei den Ermittlungen zum Verschwinden von Muis sterblichen Überresten verursache bei ihnen “enorme Bedrängnis und seelische Qual”. Die Vorwürfe, die an Muis Geburtstag veröffentlicht wurden, lösten bei ihren Fans eine Welle der Empörung aus. “Ich bin wirklich wütend, und ich fühle mich so traurig und untröstlich”, lautete einer der Kommentare auf einer Mui-Fan-Website.
Mui, die ihre Lieder auf Kantonesisch sang, war eine Ikone des sogenannten Cantopops. Sie landete eine Reihe von Hits, mit ihrer melancholischen Stimme sang sie dutzende Titelsongs von Filmen und Fernsehproduktionen. 2003 starb sie im Alter von 40 Jahren an Gebärmutterhalskrebs. Das Verschwinden von Muis Asche ist in Hongkong kein Einzelfall. Im vergangenen Jahr war die Asche des verstorbenen Martial-Arts-Star und Regisseur Lau Kar Leung verschwunden.
Berichten zufolge wurde seine Familie erpresst, um die Asche zurückzuerhalten. Monate später war die Asche wieder da.
Tue, 13 Oct 2026 12:13:36 GMT
