Auch Spaniens Regierungschef und Trump-Kritiker Sánchez reist zum Fußball-WM-Finale
Beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft am Sonntag könnte US-Präsident Donald Trump auch seinem entschiedenen Kritiker, Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez, begegnen. Der Ministerpräsident werde für das WM-Endspiel Spanien gegen Argentinien in die USA reisen, teilte sein Kabinett am Freitag der Nachrichtenagentur AFP mit. Auch Trump hat angekündigt, sich das Spiel im MetLife Stadion in der Nähe der US-Metropole New York anzuschauen.
Aus Spanien wird auch König Felipe VI. im Stadion erwartet. Die Beziehungen zwischen der Regierung Trump und der linksgerichteten spanischen Regierung sind seit längerem angespannt. Sánchez ist ein scharfer Kritiker des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran. Beim Nato-Gipfel in Ankara nannte Trump Spanien einen “schrecklichen Nato-Partner” und kündigte an, sein Land werde “sofort” alle Handelsbeziehungen mit dem EU-Mitgliedstaat abbrechen.
Sánchez versicherte in Ankara ein paar Stunden später, Spaniens Beziehungen zu den USA seien “sehr positiv”. In einem informellen und “höflichen” Gespräch im Rahmen des Gipfels habe er sich mit Trump über “Fußball, die WM” und über Trumps Leidenschaft Golf unterhalten. Das Finale der von den USA, Kanada und Mexiko ausgerichteten Fußball-Weltmeisterschaft findet am Sonntag um 21.00 Uhr MESZ statt.
Das Weiße Haus in Washington hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass Trump sich das Spiel persönlich anschauen werde. “Dies ist ein passender Abschluss für ein Turnier, das Amerikas Fähigkeit demonstriert hat, die Welt auf der größten Bühne zu empfangen”, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt. Der argentinische Präsident Javier Milei kündigte allerdings an, nicht zu dem Spiel zu kommen.
Der Rechtsaußen-Politiker begründete die Entscheidung mit Aberglauben. “Unter keinen Umständen” werde er sein Glücksritual brechen, die WM-Partien von der Präsidentenresidenz in Buenos Aires aus zu verfolgen, sagte Milei dem argentinischen Radiosender El Observador. Milei verriet außerdem noch ein weiteres Glücksritual: bei jedem Spiel eine dicke Jacke des argentinischen Ölkonzerns YPF zu tragen.
Er hofft darauf, dass Argentinien seinen Titel gegen Spanien, den Weltmeister von 2010, verteidigt.
Fri, 17 Jul 2026 09:53:09 GMT
