Brände in Frankreich: Versicherer schätzen Schäden auf 500 Millionen Euro
Drei Wochen nach dem Ende des größten Flächenbrands in Frankreich seit Jahrzehnten schätzen die Versicherer die Kosten für die landesweiten Brandschäden auf eine halbe Milliarde Euro. Etwa 25.000 Schadensfälle seien bislang verzeichnet, teilte der Verband der französischen Versicherer am Freitag mit. Etwa 21.000 davon beträfen das Eigentum von Privatpersonen. Geschädigte haben noch bis Ende des Monats Zeit, um Anträge einzureichen. Erstattet werden etwa die Unterbringungskosten für einen Teil der insgesamt 30.000 Menschen, die von den Behörden zur Evakuierung aufgerufen worden waren.
Etwa 3000 Unternehmer, Landwirte und Handwerker meldeten ebenfalls Schäden. Gut die Hälfte der Fälle betrifft Umsatz- oder Gewinnverluste, unter anderem im Tourismus. Allein diese Schäden werden bislang auf etwa 30 Millionen Euro geschätzt. Nach Angaben des Versicherungsverbandes sind die meisten Gutachten bereits ausgestellt. Die Schäden übertreffen bei weitem die der Waldbrände des Sommers 2022 in Frankreich.
Damals hatte es etwa 2000 Schadensmeldungen gegeben, die Gesamtkosten betrugen etwa 80 Millionen Euro. Insgesamt brannten in Frankreich in diesem Sommer knapp 100.000 Hektar Vegetation ab, ein historischer Höchstwert. Nach mehreren Hitzewellen waren die Wälder extrem ausgetrocknet. Das größte Feuer wütete an der Atlantikküste: Dort vernichtete ein riesiger Waldbrand ab Mitte Juli etwa 42.000 Hektar Vegetation.
Am schwersten betroffen ist das Dorf Le Porge, in dem 183 von 250 Wohnhäusern zerstört wurden. Die bei Urlaubern beliebte Halbinsel Cap Ferret und zahlreiche weitere Orte wurden wegen der Brände evakuiert.
Fri, 28 Aug 2026 14:55:46 GMT
