Erdbeben reißt Bewohner von spanischem Touristenziel Granada aus dem Schlaf
Ein Erdbeben der Stärke 5,0 hat in der Nacht zum Samstag die Menschen in der bei Touristen beliebten südspanischen Stadt Granada aus dem Schlaf gerissen. Der Erdstoß ereignete sich nach Angaben des Nationalen Geographieinstituts gegen ein Uhr nachts, das Epizentrum lag rund zehn Kilometer südlich in der Stadt Alhendín. Schwere Schäden gab es nach Behördenangaben nicht, die weltberühmte Alhambra blieb unversehrt.
Die Feuerwehr rückte zu dutzenden Einsätzen in Granada und Umgebung aus. Es gebe Risse in Gebäuden, Mauern seien eingestürzt und Trümmer herabgefallen, erklärten die Behörden in der Region Andalusien. Schwere Schäden oder Verletzte wurden jedoch nicht gemeldet, wie Katastrophenschutzminister Antonio Sanz betonte: “Die Alhambra ist in keinster Weise beschädigt”. Der Palast wurde im Mittelalter unter muslimischer Herrschaft erbaut und gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.
Die Einsatzkräfte riefen die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren und möglicherweise beschädigte Gebäudeteile wie Balkone zu meiden. Für besorgte Einwohner wurde eine Telefon-Hotline eingerichtet. “Wir haben die Erschütterung deutlich gespürt, so stark, dass sie uns aufgeweckt hat”, sagte die Anwohnerin Marta Mayorga Fernandez dem spanischen Fernsehsender RTVE. “Wir waren hier zu Hause und hatten Panik, mir zitterten die Arme.”Ein AFP-Journalist sah Teile eines Kirchdachs, die auf die Straße gefallen waren.
Fernsehbilder zeigten Trümmer und Autos mit zersprungenen Scheiben auf den Straßen von Granada. Kleinere Erdbeben sind in Andalusien keine Seltenheit. Das letzte ähnlich starke Erdbeben in der Region ist Sanz zufolge mehr als 70 Jahre her.
Sat, 15 Aug 2026 13:05:46 GMT
