In der österreichischen Hauptstadt Wien läuft seit Samstagabend das Finale des Eurovision Song Contest (ESC). Insgesamt 25 Länder treten in dem weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerb gegeneinander an, der Gewinner wird mit einem gläsernen Mikrofon ausgezeichnet. Für Deutschland startete Sarah Engels mit der Popnummer “Fire” bereits als zweite des Wettbewerbs. Die 33-Jährige zeigte einen von vielen Showelementen begleiteten, starken Auftritt.
Passend zum Liedtitel schossen Feuerfontänen hoch, Engels ließ sich auf der Bühne ihr weißes Kleid vom Leib reißen und tanzte im goldenen Body weiter. Insgesamt zeigte Engels mit ihren Tänzerinnen einen stark körperbetonten Auftritt. Ob das für eine gute Platzierung reicht, wird sich in der Abstimmung weisen müssen. In den Wettbüros wurde Deutschlands Beitrag kurz vor dem Finale auf einem der hinteren Plätze gesehen.
In den Wettbüros gilt schon seit Wochen Finnland als Favorit. Kurz vor dem Finale konnten allerdings Australien und Bulgarien aufholen. Über den Sieger entscheiden je zur Hälfte Jurys und Publikum. Mit einem Ergebnis wird erst nach Mitternacht gerechnet. Wien ist Gastgeberstadt, weil im vergangenen Jahr der österreichische Sänger JJ den Wettbewerb gewinnen konnte. Der ESC feiert in diesem Jahr 70-jähriges Bestehen.
Getrübt wird das Jubiläum von einem Streit über die Teilnahme Israels. Mit den Niederlanden, Spanien, Irland, Slowenien und Island boykottieren fünf Länder den Wettbewerb aus Protest gegen Israels Vorgehen im Gazastreifen. Am Rande des ESC kam es am Samstagnachmittag zu einer Kundgebung und Demonstration gegen die Teilnahme Israels. Einige hundert Menschen protestierten, dabei wurden zahlreiche palästinensische Flaggen gezeigt.
Die Proteste blieben ohne größere Zwischenfälle. Die Teilnehmerzahlen lagen deutlich unter den Erwartungen der Veranstalter.
Sat, 16 May 2026 19:44:15 GMT
