Französische “Hondius”-Passagierin positiv auf Hantavirus getestet

Eine nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff “Hondius” ausgeflogene Französin ist nach Angaben der Regierung in Paris positiv auf den Erreger getestet worden. Ihr Zustand habe sich in der Nacht verschlechtert und die Tests hätten ein positives Ergebnis gezeigt, sagte die französische Gesundheitsministerin Stéphanie Rist am Montag dem Radiosender France Inter.

Die erkrankte Frau war nach ihrer Ankunft in Paris gemeinsam mit vier anderen Passagieren isoliert worden. Zuvor war bereits ein US-Passagier auf dem Rückflug in die USA positiv auf das Virus getestet worden. Am Sonntag hatten evakuierte Passagiere und Besatzungsmitglieder des Kreuzfahrtschiffs von der Kanareninsel Teneriffa aus mit Sondermaschinen die Heimreise angetreten. Vor Verlassen des Schiffs waren nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García alle Passagiere und Besatzungsmitglieder noch einmal untersucht und für symptomfrei befunden worden.

Am Montagmorgen sollte das Kreuzfahrtschiff zunächst für die mehrtägige Weiterfahrt in die Niederlande betankt werden, wie der spanische Zivilschutz und die Hafenbehörden mitteilten. Am Nachmittag sollen die letzten verbliebenen Passagiere die “Hondius” verlassen können, bevor die Evakuierung mit einem Flug nach Australien abgeschlossen werden soll. Am frühen Abend soll das unter niederländischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff von Teneriffa aus die mehrtägige Heimreise antreten.

Nach spanischen Angaben wurden am ersten Tag der Evakuierungen insgesamt 94 Menschen mit 19 verschiedenen Nationalitäten ausgeflogen. In den vergangenen Wochen waren drei Passagiere des Schiffs am Hantavirus gestorben, darunter eine Deutsche. Gegen das schwere Atemwegserkrankungen verursachende Virus gibt es keine Impfung und auch keine Behandlung.

Mon, 11 May 2026 07:49:09 GMT

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