Neun Monate nach einem Anschlag auf eine Synagoge in Manchester mit zwei Toten ist ein Freund des Täters wegen der Planung eines weiteren Anschlags auf eine Militärakademie zu lebenslanger Haft verurteilt worden. “Ich bin sicher, dass Sie dabei eine aktive Rolle spielen wollten”, sagte die Richterin Bobbie Cheema-Grubb zu dem 31 Jahre alten Angeklagten, Mohammad Bashir. Dieser hatte seine Teilnahme an der Planung während des Prozesses gestanden.
Der Plan sei “weit gediehen”, erklärte die Richterin. Es hätten lediglich die Waffen zur Umsetzung gefehlt. Wäre er umgesetzt worden, hätte es Tote gegeben. Die beiden Dschihadisten hätten die Militärakademie in Swindon auf ähnliche Weise angreifen wollen wie die Synagoge in Manchester im Oktober 2025. Bashir habe seinen Freund Jihad Al-Shamie im vergangenen August zur Vorbereitung des Anschlags zu der Einrichtung des Verteidigungsministeriums gefahren.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es keine Belege, dass Bashir auch an dem Anschlag in Manchester beteiligt gewesen war. Al-Shamie war am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zunächst in eine Menschengruppe vor der Synagoge gerast. Anschließend ging der 35-jährige Brite syrischer Herkunft mit einem Messer auf die Gläubigen los. Die Polizei erschoss ihn am Tatort. Einer der Angegriffenen erlag seinen Stichwunden.
Ein weiterer Mann wurde vermutlich versehentlich von der Polizei erschossen. Der Angreifer hatte sich unmittelbar vor der Tat zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.
Thu, 23 Jul 2026 16:14:12 GMT
