Grausame Fangpraxis: Chinesisches Schiff wegen Abschneidens von Haiflossen gestoppt

Weil die Besatzung Haien bei lebendigem Leib die Flossen abgeschnitten haben soll, haben die Behörden des kleinen Pazifik-Staates Kiribati ein chinesisches Schiff festgesetzt. Wie die Wasserschutzpolizei der Insel-Republik nahe dem US-Bundesstaat Hawaii mitteilte, hatte das Schiff zwar die Genehmigung, in Kiribatis Gewässern zu kreuzen, die Entdeckung von Haiflossen an Bord deute aber auf illegale Fangpraktiken hin.

Haien lebendig die Flossen abzuschneiden und sie danach wieder ins Meer zu werfen, ist in weiten Gebieten des Pazifiks untersagt. Wegen der anhaltenden Nachfrage nach Haiflossen in Ost- und Südostasien wird die tierquälerische Fangpraxis allerdings weiterhin angewandt. Zwischen dem 3. und 14 August hatten sich insgesamt elf Inselstaaten im Pazifik an einer Patrouille auf hoher See beteiligt, auch die US-Küstenwache und ein australisches Militärflugzeug unterstützten den Einsatz.

Kiribati hatte sein eigenes Patrouillenboot im Einsatz. Bei der gemeinsamen Patrouille wurden insgesamt vier Schiffe wegen illegaler Aktivitäten gestoppt. Das sogenannte Finning, also das Abtrennen der als Finne bezeichneten Rückenflosse und anderer Flossen von Haien, führte laut dem Experten Andrew Chin von der australischen James Cook University in der Vergangenheit zu einem “massiven Rückgang” der Hai-Bestände. “Weil es jetzt illegal ist, machen es diejenigen, die es noch machen, heimlich, so dass es wirklich schwierig festzustellen ist”, fügte der Experte hinzu.

Tue, 25 Aug 2026 08:49:40 GMT

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