Gymnasiast auf den Philippinen streamt tödlichen Angriff auf Mitschüler live
Ein Gymnasiast hat auf den Philippinen während eines Livestreams einen Mitschüler erschossen und anschließend vor laufender Kamera Suizid begangen. Der Junge drang am Dienstagmorgen in einen Klassenraum an einer katholischen Privatschule in der Stadt Zamboanga im Westen des Landes ein und tötete einen Schüler, wie Polizeisprecherin Shella Chang der Nachrichtenagentur AFP sagte. Anschließend sei er ins fünfte Stockwerk des Schulgebäudes gelaufen und habe sich dort das Leben genommen.
Der Neuntklässler übertrug seine Tat live im Internet, wie der philippinischen Innenminister Victor Remulla bestätigte. Sein Account beim Onlinedienst Facebook wurde nach dem Vorfall gesperrt. Von philippinischen Medien veröffentlichte Ausschnitte aus dem Video zeigen, dass der Junge seine Tat im Stil eines Videospiels filmte. Zu sehen ist der Lauf einer Schusswaffe, die sich durch einen Flur bewegt, bevor sie schließlich in ein Klassenzimmer zielt und Schüsse fallen.
Das Motiv für den Angriff sei noch unklar, erklärte das Innenministerium. Geklärt werden müsse auch, woher die von dem Jungen eingesetzte Waffe stamme und wie er sie auf das Schulgelände bringen konnte. Schusswaffenangriffe in Schulen sind auf den Philippinen selten. Im vergangenen Monat waren jedoch bei einem Angriff in einer Schule im Zentrum des Landes drei Schüler getötet und 20 weitere verletzt worden.
Tue, 18 Aug 2026 09:05:21 GMT
