Hurrikan “Polo” erreicht Mexiko – Überschwemmungen und Stromausfälle

Der Hurrikan “Polo” ist in Mexiko auf Land getroffen und hat Überschwemmungen und Stromausfälle gebracht. Der Wirbelsturm erreichte am Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Stundenkilometern den Bundesstaat Baja California Sur an der Westküste des Landes. Das US-Hurrikanzentrum NHC warnte vor lebensgefährlichem Wind und Sturmfluten. Im Gefolge des Wirbelsturms gelten auch für zehn US-Bundesstaaten Unwetterwarnungen.

Schon Stunden, bevor “Polo” nahe dem Ort Las Barrancas auf Land traf, durchbrachen Wellen die Sandsackbarrieren, die die Einwohner zum Schutz gegen den Sturm an der Küste errichtet hatten, wie AFP-Reporter berichteten. In der Hafenstadt Puerto San Carlos waren Straßenabschnitte überschwemmt. Die Stromversorgung brach teilweise zusammen. Juan Manuel Sarabia hatte die Fassade seines Hauses vorsichtshalber mit Sperrholzplatten verrammelt und mit Holzbalken verstärkt. “Der Sturm kommt mit voller Wucht”, sagte der 53-Jährige.

Es drohten “sehr schwere” Schäden durch Überschwemmungen und heftige Regenfälle, warnte der Chef des mexikanischen Wetterdienstes, Fabian Vazquez. In dem betroffenen Bundesstaat wurden mehr als 160 Notunterkünfte geöffnet. Die Ladenbesitzerin María Palomino bereitete sich darauf vor, die Nacht auf einer Matratze auf dem Fußboden einer Schule zu verbringen. “Wenn etwas passiert, ist es besser, in die Notunterkunft zu gehen”, sagte die 57-Jährige. “Da sind wir unter Leuten, die wir kennen.” Margarita Diaz dagegen entschied sich dafür, mit ihrer Familie während des Sturms zu Hause auszuharren, hinter notdürftig mit Klebeband gesicherten Fensterscheiben: “Es wird heftig werden, aber ich vertraue auf Gott”, sagte sie.

Fast 7000 Soldaten waren zur Unterstützung in den Bundesstaat entsandt worden, die Schulen blieben geschlossen, Behördenmitarbeiter wurden ins Homeoffice geschickt. Der Wirbelsturm der Kategorie 3 ist der erste Hurrikan der diesjährigen Saison, der in bewohntem Gebiet auf Land trifft. Meteorologen rechnen wegen des Klimaphänomens El Niño in den kommenden Monaten mit überdurchschnittlich vielen und heftigen Stürmen in der Region.

Im Gefolge von “Polo” gab der Wetterdienst auch für Teile von zehn US-Bundesstaaten Unwetterwarnungen vor Starkregen und Überschwemmungen aus, darunter Arizona, New Mexico, Texas und Colorado. Unterdessen verfolgen Meteorologen aufmerksam die Entwicklung von Tropensturm “Rachel”. Dieser sollte laut Prognosen parallel zur mexikanischen Küste entlangziehen und könnte zur Wochenmitte Hurrikan-Stärke erreichen.

Tue, 29 Sep 2026 09:58:05 GMT

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