Interpol meldet 3700 Festnahmen bei Einsatz gegen Menschenhandel

Bei einem internationalen Einsatz gegen Menschenhandel in 119 Ländern sind mehr als 3700 Verdächtige festgenommen worden. Zudem seien 4400 potenzielle Opfer geschützt worden, teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol am Montag im westfranzösischen Lyon mit. Bei dem Einsatz seien außerdem etwa 13.000 Migranten ohne gültige Papiere identifiziert worden. Zu den Opfern zählen laut Interpol Kinder, die in einer Glasfabrik in Belize gearbeitet haben, ein Mädchen, das in El Salvador an einen 73-jährigen Mann verkauft wurde, und ein achtjähriger Junge, der in Mosambik für einen Organhandel entführt wurde.

In Costa Rica wurde ein Mann mit dem Spitznamen “El Gordo” festgenommen, der minderjährige Schülerinnen zu sexuellen Videos gezwungen haben soll. In Brasilien wurde ein Schleusernetz mit Verbindungen nach Pakistan, Afghanistan, Mexiko und in die USA zerschlagen, erklärte Interpol. “Die kriminellen Banden sind sehr widerstandsfähig und passen sich immer wieder an die Umstände an, daher müssen die Sicherheitskräfte das ebenfalls tun”, sagte David Caunter, Direktor der Abteilung für organisierte und aufkommende Kriminalität bei Interpol.

An dem Einsatz namens Liberterra III waren nach Angaben von Interpol mehr als 14.000 Einsatzkräfte beteiligt. 

Mon, 26 Jan 2026 15:32:39 GMT

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