Russische Angriffe auf Energieanlagen in der Region Kiew haben nach Angaben des Kiewer Bürgermeisters Witali Klitschko in der Nacht schwere Schäden angerichtet. Die Stromversorgung der ukrainischen Hauptstadt sei “extrem schwierig”, erklärte Klitschko am Samstagmorgen im Onlinedienst Telegram. Auch die Wasserversorgung sowie die Versorgung mit Fernwärme seien betroffen. Auch eine wichtige Brücke über den Fluss Dnipro, die westliche und die östliche Hälfte der Hauptstadt verbindet, sei durch einen russischen Angriff beschädigt worden, berichtete Klitschko.
Experten seien dabei, das Ausmaß der Schäden zu bewerten. Fünf Menschen wurden nach Angaben des Bürgermeisters bei den Angriffen in Kiew verletzt, darunter ein 14-jähriges Kind. Erst am Freitag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor neuen russischen Angriffen auf Energieanlagen und weitere Infrastruktureinrichtungen in seinem Land gewarnt. Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Attacken “gegen den Energiesektor, gegen unsere Brücken über den Dnipro und gegen zivile Infrastruktur” vorbereitet würden, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache.
Der Präsident forderte erneut Abfangraketen für das Patriot-System zur Luftabwehr. Ungeachtet der jüngsten diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs setzt Russland seine Angriffe auf die Energie-Infrastruktur in dem Land weiter fort. Immer wieder kommt es dadurch zu Strom- und Heizungsausfällen. Am Dienstag und Mittwoch kommender Woche kommen Unterhändler Russlands, der Ukraine und der USA in Abu Dhabi zu Dreiergesprächen über ein mögliches Ende des Ukraine-Krieges zusammen.
Es ist das erste derartige Treffen seit Februar. Vertreter der EU sitzen bei den Dreiergesprächen nicht mit am Tisch.
Sat, 07 Nov 2026 06:47:17 GMT
