Meeressäuger aus kanadischem Freizeitpark verenden nach Verlegung
Nach ihrer Verlegung aus einem inzwischen geschlossenen Freizeitpark in Kanada in Einrichtungen in den USA und Europa sind mehrere Meeressäuger verendet. Jüngstes Todesopfer ist der Delfin Echo, wie das Ozeanografische Aquarium im spanischen Valencia berichtete. Das Tier sei mit “schweren Sehproblemen und weiteren Vorerkrankungen” in Valencia eingetroffen und nun gestorben, erklärte die Einrichtung am Donnerstag.
In den vergangenen Wochen waren bereits vier Belugas nach ihrer Verlegung aus dem kanadischen Park “Marineland” ins Shedd Aquarium in Chicago sowie in das Aquarium in Valencia verendet. Das “Marineland” nahe den Niagara-Fällen war 2024 nach jahrelangen Kontroversen um den Tierschutz geschlossen worden. Zwischen 2019 und 2025 verendeten nach kanadischen Presseberichten mindestens 20 Tiere in dem Freizeitpark, darunter allein 19 Belugas.
Nach der Schließung hatten die Betreiber erklärt, sie müssten die restlichen Tiere aus Kostengründen einschläfern lassen, wenn diese nicht in andere Einrichtung gebracht werden könnten. Der frühere Tiertrainer Phil Demers, der Missstände im “Marineland” publik gemacht hatte, zeigte sich nicht überrascht über die jüngsten Todesfälle. Diese seien eine Folge der “schlechten Lebensbedingungen” in dem Freizeitpark, sagte er der Nachrichtenagentur AFP. “Die Tiere waren schon krank, bevor sie verlegt wurden”, sagte Demers. “Es ist eine Katastrophe.”
Fri, 25 Sep 2026 10:23:09 GMT
