Messerattacke in Polen: Staatsanwaltschaft erhebt Mordvorwurf gegen Ukrainer

Nach der tödlichen Messerattacke in einem Kloster im Südosten Polens muss sich ein 31-jähriger Ukrainer unter anderem wegen des Vorwurf des Mordes verantworten. Dem festgenommenen Mann werde “Mord, versuchter Mord und Körperverletzung” vorgeworfen, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Przemysl, Malgorzata Taciuch-Kurasiewicz, am Freitag. Demnach konnte der Beschuldigte noch nicht vernommen werden, weil er bei dem Angriff ebenfalls verletzt wurde und sich noch in psychiatrischer Behandlung befand.

Ersten Erkenntnissen zufolge war der Ukrainer in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag von Deutschland aus nach Polen eingereist, um in seine Heimat zurückzukehren. Am polnisch-ukrainischen Grenzübergang Korczowa wurde er jedoch abgewiesen, da sein Auto nicht über den erforderlichen Versicherungsschutz verfügte. Daraufhin begab er sich in die rund 40 Kilometer entfernte Benediktinerinnenabtei nach Jaroslaw, wo er vier Männer und eine Frau mit einem Messer angriff.

Anschließend ließ er sich festnehmen, ohne Widerstand zu leisten. Ein Priester erlag später in einer Klinik seinen Verletzungen. Die vier Verletzten wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand war den Angaben zufolge stabil. Die Motive des Angreifers waren zunächst unklar. Ihm droht lebenslange Haft.

Fri, 25 Sep 2026 12:41:55 GMT

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