Neuer Rettungsversuch für zum Internet-Star avancierten verirrten Bullenhai in Südkorea
Die südkoreanischen Behörden haben einen dritten Versuch gestartet, einen zum Internet-Star avancierten verirrten Bullenhai zurück ins Meer zu geleiten. Der Einsatz in der Hafenstadt Busan “begann heute Morgen um 10.00 Uhr und wir sind nicht ganz sicher, wann er enden wird – angesichts dessen, dass unsere vorherigen Versuche nicht erfolgreich waren”, sagte eine Vertreterin des Meeresministeriums in Seoul der Nachrichtenagentur AFP.
Bei dem Einsatz kommen im Wasser schwimmende Pontons zum Einsatz, zwischen denen Netze gespannt sind. Mit dieser Konstruktion soll der Bullenhai Richtung Meer getrieben und daran gehindert werden, zurück in den Kanal zu schwimmen. Der von seinen Fans auf den Namen Bukhangi getaufte Raubfisch war vergangenen Monat in einem künstlich angelegten Wasserlauf in der südöstlichen Hafenstadt Busan gesichtet worden.
Mittlerweile hat er mehr als 1,6 Millionen Menschen an die Ufer des Kanals gelockt, die sich das drei Meter lange Tier anschauen wollen. Der örtlichen Wirtschaft bringt dies einen unerwarteten Boom. Die Behörden haben bereits zwei Mal versucht, den Bullenhai zurück ins Meer zu bugsieren. Dabei nutzten sie Netze und gezielt eingesetzte Wasserfontänen. Nach den beiden gescheiterten Versuchen hatten die Behörden eigentlich abwarten wollen, dass der Hai sich selbst seinen Weg zurück ins Meer sucht.
Angesichts von Sorgen um sein Wohlergehen sei nun aber der dritte Rettungsversuch begonnen worden, sagte die Ministeriumsvertreterin. Der Hai wird als Attraktion gefeiert. Busans Bürgermeister Chun Jae Soo dankte Bukhangi, er habe für seine Stadt Werbung gemacht, die sonst Unsummen gekostet hätte. Umweltorganisationen heben allerdings hervor, dass der Hai sich wohl wegen der Erwärmung der Meere verirrt habe.
Sein Auftauchen in Busan sei vielmehr als ein Zeichen der Klimakrise anzusehen als ein lustiges Spektakel oder eine Konjunkturspritze.
Wed, 21 Oct 2026 08:30:15 GMT
