Oscar-Gala: Sean Penn als bester Nebendarsteller ausgezeichnet

Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung ist der US-Schauspieler Sean Penn  als bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden. Der 65-Jährige wurde am Sonntag (Ortszeit) bei der Filmpreisgala im Dolby Theatre in Hollywood für seine Rolle in dem satirischen Action-Thriller “One Battle After Another” geehrt. Der Preis für die beste Nebendarstellerin ging an die 75-jährige US-Schauspielerin Amy Madigan für ihre Rolle in “Weapons – Die Stunde des Verschwindens”.

Sean Penn spielt in “One Battle After Another” den radikalen Colonel Steven Lockjaw, der auf Jagd nach den Mitgliedern einer früheren Widerstandsgruppe geht. Sean Penn nahm an der 98. Oscar-Gala nicht persönlich teil. Nach Angaben der “New York Times” hielt er sich in Europa auf, wo er die Ukraine besuchen wollte. Für den vielfach ausgezeichneten Sean Penn ist es bereits der dritte Oscar.

Zuvor hatte er zwei Oscars als bester Hauptdarsteller für seine Rollen in “Mystic River” (2003) und “Milk” (2009) gewonnen. Sean Penn setzte sich als bester Nebendarsteller unter anderem gegen den australischen Schauspieler Jacob Elordi (“Frankenstein”) und den Schweden Stellan Skarsgard (“Sentimental Value”) durch. Für Madigan war es der erste Oscar.

Sie war vor 40 Jahren ein erstes Mal nominiert worden. In einer kurzen Rede dankte sie unter anderem Regisseur Zach Cregger für die “Traumrolle”. Madigan setzte sich gegen Schauspielerinnen wie Elle Fanning und Teyana Taylor durch. In der Kategorie bester Dokumentarfilm gewann mit “Mr. Nobody Against Putin” eine deutsche Ko-Produktion den Oscar. Der von ZDF und Arte mit produzierte Film des US-Regisseurs David Borenstein handelt von einem russischen Lehrer, der sich der Indoktrinierung nach dem russischen Großangriff auf die Ukraine im Februar 2022 widersetzt.

Borenstein sagte bei der Entgegennahme des Preises unter dem Applaus des Publikums: “Wenn wir uns mitschuldig machen, wenn eine Regierung Menschen auf den Straßen unserer großen Städte ermordet, wenn wir nichts sagen, wenn Oligarchen die Medien übernehmen und kontrollieren (…), stehen wir alle vor einer moralischen Entscheidung. Aber zum Glück ist selbst ein Niemand mächtiger als du denkst.” Er spielte damit sowohl auf die Lage in Russland an als auch auf die in den USA.

In der Kategorie visuelle Effekte waren zwei gebürtige Deutsche im Rennen, die allerdings leer ausgingen: Michael Ralla und Guido Wolter hatten die Spezialeffekte für “Sinners” geschaffen. Ausgezeichnet wurde nun das Team von “Avatar 3: Fire and Ash”.

Mon, 16 Mar 2026 01:38:17 GMT

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