Aufatmen im Vatikan: Papst Leo XIV. muss sich nach seiner Lungenkrebsoperation keiner weiteren Behandlung unterziehen. Der Krebs sei “örtlich begrenzt” gewesen, hieß es am Mittwoch in einer vom Vatikan veröffentlichten Erklärung der behandelnden Ärzte. Weitere Untersuchungen bestätigten demnach, “dass keine zusätzliche Therapie nötig ist”. Bereits am Sonntag hatte der Pontifex erklärt, im November wie geplant nach Südamerika reisen zu wollen. Dem 71-jährigen Kirchenoberhaupt war in der vergangenen Woche ein bösartiger Tumor aus der Lunge entfernt worden war.
Wie der operierende Chirurg Stefano Margaritora in einem Interview mit Vatikan News sagte, war der Tumor bei einer routinemäßigen Röntgenaufnahme entdeckt worden. Dem Papst musste ein Teil des rechten Lungenflügels entfernt werden. Vier Tage nach der Operation konnte Leo XIV. das Gemelli-Krankenhaus in Rom wieder verlassen. Vom Fenster seines Arbeitszimmers im Apostolischen Palast richtete er sich am Sonntag wieder an tausende Gläubige auf dem Petersplatz.
Der Papst kündigte an, seine Amtsgeschäfte “schrittweise” wieder aufnehmen zu wollen. Eine lang geplante Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru vom 6. bis 17. November werde wie vorgesehen stattfinden, versicherte der Papst. Sein Chirurg Margaritora sagte im Interview mit Vatikan News, es gebe “keinen klinischen Grund”, der dieser Reise entgegenstehe. Leo XIV. ist das geistliche Oberhaupt von rund 1,4 Milliarden Katholiken weltweit.
Die Bekanntgabe der Krebserkrankung ließ zunächst befürchten, dass der Pontifex wegen einer längeren Strahlen- oder Chemotherapie ausfallen könnte.
Thu, 22 Oct 2026 09:28:45 GMT
