Peru: Gemeinsames Kommando aus Polizei und Militär zur Kriminalitätsbekämpfung gegründet
Angesichts der ausufernden Kriminalität in Peru hat die rechtsgerichtete Präsidentin Keiko Fujimori eine gemeinsame Militär- und Polizeibehörde geschaffen. Fujimori sagte am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Zeremonie im Hauptquartier der Armee, das “Gemeinsame Kommando” werde alle Einsätze koordinieren. Die Gewalt in- und ausländischer Banden in Peru hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen.
So stieg die Zahl der Morde seit 2018 von 1000 auf 2600 im vergangenen Jahr, die der verzeichneten Erpressungen von 3200 auf 26.500. Fujimori teilte nicht mit, wer die neue Behörde leiten soll oder ob zivile Behörden dabei eine Rolle spielen. Sie sagte lediglich, die “elendigen Kriminellen” würden der Justiz zugeführt und entsprechend den Gesetzen verfolgt werden. Fujimori stellte zugleich im Hauptquartier der Armee in Lima eine Truppe aus 1350 Elitesoldaten und -Polizisten vor.
Fujimori hatte nach ihrem äußerst knappen Sieg bei der Präsidentschaftswahl im Juli ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und Einwanderung angekündigt. “Peru muss die Ordnung auf den Straßen, in den Institutionen und im Staat wiederherstellen”, sagte sie bei der Verkündung ihres Wahlsiegs. Die 51-Jährige ist die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte und die Politik seiner Tochter bis heute prägt.
Er wurde später wegen Menschenrechtsvergehen verurteilt.
Thu, 08 Oct 2026 10:54:53 GMT
