Das Kulturzentrum Kennedy Center in Washington beschäftigt weiter die Justiz. Ein US-Bundesrichter verlangte am Mittwoch Aufklärung, warum für Passanten weiter nicht ersichtlich ist, dass der Name von Präsident Donald Trump von der Fassade entfernt worden ist. Richter Christopher Cooper setzte dem Verwaltungsrat eine Frist bis Ende Juli, um zu erklären, warum der Namenszug des Kennedy Centers weiterhin mit einem Baugerüst und einer Plane verdeckt ist.
Nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hatte er sich selbst zum Vorsitzenden des renommierten Kennedy Centers ernannt und dies mit der angeblich linksgerichteten, “woken” Einstellung der Einrichtung begründet. Im Dezember stimmte der mit Trump-Verbündeten neubesetzte Verwaltungsrat dann dafür, den Ort in “Donald J. Trump and John F. Kennedy Memorial Center for the Performing Arts” umzubenennen.
Trumps Name wurde daraufhin in Großbuchstaben über dem Kennedys angebracht. Auf Anordnung von Bundesrichter Cooper wurde Trumps Name dann Mitte Juni wieder entfernt. Nur der Kongress dürfe eine Umbenennung beschließen, begründete Cooper dies. Neben der Namensfrage ist unklar, wie es mit dem Kulturzentrum nun inhaltlich weitergeht. Der Bundesrichter hatte Ende Mai auch den Plan des Präsidenten gestoppt, die Einrichtung ab dem Nationalfeiertag am 4.
Juli für zwei Jahre zu schließen, was Trump mit umfangreichen Renovierungsarbeiten begründet hatte. Für die Zeit nach dem 3. Juli sind auf der Webseite des Zentrums jedoch keine Live-Veranstaltungen mit Musikern oder anderen Künstlern mehr angekündigt. Nach der Übernahme durch Trump waren die Ticketverkäufe des Kennedy Centers eingebrochen.
Wed, 24 Jun 2026 18:48:58 GMT
