Selenskyjs: Russland greift nach Trumps Ankündigung zu Energie-Waffenruhe Energieanlagen an

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsident Wolodymyr Selenskyj nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu einer “Energie-Waffenruhe” zwischen Kiew und Moskau Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. “Die Russen haben ein Kraftwerk in Kiew mit einer Schahed-Drohne angegriffen”, schrieb Selenskyj am Sonntagabend in Online-Netzwerken. Später habe es noch weitere Angriffe auf Energieanlagen in der Region Charkiw im Nordosten der Ukraine gegeben.”Und all das geschah, nachdem der Präsident der Vereinigten Staaten seine Erklärung zu einer Energie-Waffenruhe abgegeben hatte”, fügte Selenskyj hinzu.

Nach seinem Diesel-Deal mit Russland und einem heftigen Schlagabtausch mit Selenskyj hatte Trump am Sonntag eine angebliche “Energie-Waffenruhe” zwischen Kiew und Moskau verkündet. Beide Länder hätten zugestimmt, ihre Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des jeweils anderen Staates einzustellen, erklärte Trump. Die “Energie-Waffenruhe” trete mit “sofortiger Wirkung” in Kraft.

Weitere Details nannte er zunächst nicht. Selenskyj hatte überrascht auf die Ankündigung reagiert: Die Waffenruhe sei “eine Neuigkeit” für ihn, sagte er in einer ersten Reaktion dem US-Nachrichtenportal “Axios”. Kiew sei aber bereit, eine solche Waffenruhe zu befolgen, wenn auch Moskau sich daran halte. Vom Kreml gab es zunächst keine Stellungnahme. Trump hatte bereits Mitte September vorgeschlagen, dass die Ukraine und Russland keine Energieanlagen mehr im jeweils anderen Land mehr angreifen und behauptet, es gebe eine entsprechende Einigung zwischen beiden Ländern.

Auch damals zeigte sich die Ukraine offen für den Vorschlag, Moskau ging darauf aber nicht ein. Die Ukraine greift seit Monaten als Reaktion auf die massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffe verstärkt die Energieinfrastruktur in Russland an und nimmt dabei unter anderem Raffinerien und Öldepots ins Visier. Trump sind die ukrainischen Angriffe seit Langem ein Dorn im Auge. Bei den Kongresswahlen am 3.

November stehen Trumps Republikaner wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten und insbesondere der infolge des Iran-Kriegs hohen Spritpreise unter starkem Druck. Am Samstag verkündete Trump einen Diesel-Deal mit Putin, demzufolge Russland hunderttausende Tonnen Dieselkraftstoff liefern soll.

Sun, 11 Oct 2026 18:20:35 GMT

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