Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen im Südwesten Chinas haben dutzenden Zoo-Tieren zur Flucht verholfen. Mehrere Gehege seien durch die schweren Regenfälle beschädigt worden, erklärte der Zoo von Guigang in der Provinz Guangxi. Er rief die Bevölkerung um Hilfe bei der Suche nach den Ausbrechern auf und veröffentlichte am Mittwoch eine Liste der fehlenden Bewohner. Darunter sind zwei nordamerikanische Waschbären, vier Stachelschweine und 30 Pfauen, Alpakas, Zebras und Strauße.
Einige der Tiere könnten wegen der ungewohnten Umgebung “verängstigt und möglicherweise aggressiv” sein, warnte der Zoo. Wer ausgebrochene Tiere sichte, solle Abstand halten und nicht versuchen, sie selbst einzufangen. Zuvor hatten sich im Internet bereits Videos von Dorfbewohnern verbreitet, die knietief durch Hochwasser waten und versuchen, mit bloßen Händen und Netzen schwimmende Schlangen einzufangen.
Laut einem Fernsehbericht waren hunderte Schlangen entkommen, nachdem eine Zuchtfarm in der Stadt Hengzhou vom Hochwasser zerstört worden war. Die Stadtverwaltung habe vorsichtshalber die Vorräte an Gegengift aufgestockt, meldete das Staatsfernsehen. Die Zahl der Todesopfer durch die Überschwemmungen in der Provinz Guangxi stieg bis Donnerstag auf mindestens 39. Neun weitere Menschen galten nach Angaben des Staatsfernsehens als vermisst.
Allein 26 Menschen starben demnach nach dem Bruch eines Staudamms nahe dem Dorf Liulan.
Thu, 09 Jul 2026 08:34:17 GMT
