US-Medien: Ex-FBI-Direktor Comey zu neuer Anklage vor Gericht erschienen

Nach einer erneuten Anklage wegen der mutmaßlichen Bedrohung des Lebens von Präsident Donald Trump ist der frühere FBI-Direktor James Comey Medienberichten zufolge vor Gericht erschienen. Laut dem Sender CNN traf Comey am Mittwoch zu einer Anhörung in Alexandria im Bundesstaat Virginia ein. Demnach legte er kein Geständnis ab und verließ den Gerichtssaal später wieder. Comey hatte im vergangenen Jahr einen mittlerweile gelöschten Beitrag bei Instagram veröffentlicht, der – aus Muscheln gelegt – die Zahlen 86 und 47 zeigt.

Trump erklärte daraufhin in einem Interview mit Fox News, dass die Zahl 86 für “töten” stehe und die Zahl 47 darauf hinweise, dass er der 47. Präsident der USA sei. “Das bedeutete Mord, und das kommt laut und deutlich zum Ausdruck”, sagte Trump. Comey hatte damals die Anschuldigungen zurückgewiesen. Er erklärte, er “habe nicht gewusst, dass manche Leute diese Zahlen mit Gewalt in Verbindung bringen”.

Er sei gegen jegliche Gewalt, fügte er hinzu und löschte den Beitrag. In der Anklage wird Comey vorgeworfen, die Zahlen 86 und 47 seien “ein ernstzunehmender Ausdruck der Absicht gewesen, dem US-Präsidenten Schaden zuzufügen”. Justizminister Todd Blanche zufolge werden dem früheren FBI-Direktor in einem Anklagepunkt die “vorsätzliche Drohung, dem US-Präsidenten das Leben zu nehmen und ihm körperlichen Schaden zuzufügen” und in einem zweiten Anklagepunkt eine bundesstaatenübergreifenden Drohung vorgeworfen.

Auf jeden Anklagepunkt steht eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft. Comey ist ein prominenter Kritiker von Trump. Der frühere FBI-Direktor bezeichnete sich selbst als “unschuldig”. Die oppositionellen Demokraten verurteilten die Anklage als “haltlos”.

Wed, 29 Apr 2026 19:17:45 GMT

Categories
Recent Posts