In Nationalpark in Kenia verendete Elefanten erlagen offenbar Pestizid-Vergiftung
Nach dem Tod von 15 Elefanten in einem Nationalpark in Kenia gehen die Behörden laut einer vorläufigen Untersuchung davon aus, dass die Tiere einer Zyanid-Vergiftung erlegen sind. Die Elefanten aus dem Amboseli-Nationalpark hätten offenbar Tomaten gefressen, die “mit sehr starken Pestiziden belastet waren”, sagte der Sprecher der zuständigen Wildtierbehörde, Duncan Juma Wanyama, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Substanz sei “sehr tödlich und sehr giftig”, sagte Wanyama. “Sobald der Elefant sie aufnimmt, greift sie Lunge und Leber an.”In den Mägen mehrerer Tiere derselben Herde wurden demnach Tomatenreste gefunden.
Möglicherweise seien die Elefanten von Pflanzen angelockt worden, die auf nahen Landwirtschaftsbetrieben wuchsen, sagte Wanyama. Mindestens ein Elefant verendete den Angaben zufolge auf dem Gelände eines Betriebs, der Tomaten anbaut. Andere Tiere taumelten in Richtung einer Wasserstelle und verendeten dort Tage später. Zahlreiche Elefanten hätten Vergiftungssymptome gezeigt, darunter Lähmungserscheinungen, durch die sie nicht mehr stehen konnten, sagte Wanyama. Landwirtschaftlichen Betriebe in der Umgebung sollen nun untersucht werden.
Außerdem soll geklärt werden, ob es sich um eine vorsätzliche Vergiftung gehandelt habe. Die verendeten Elefanten waren zwischen Ende Juni und Ende Juli im bei Touristen entdeckt worden. Der bei Touristen beliebte Amboseli-Nationalpark ist weltberühmt für seine Artenvielfalt und die Aussicht auf den Kilimandscharo jenseits der Grenze zu Tansania. Elefantenherden und Savannenlandschaften ziehen jährlich zehntausende Besucher an.
Thu, 30 Jul 2026 16:36:36 GMT
