Bei der Suche nach einer möglichen Großkatze im bayerischen Landkreis Erding hat die Polizei zunächst keine nennenswerten Spuren gefunden. Wie die Beamten am Donnerstag mitteilten, gab es keine Anzeichen für eine Raubkatze in einem betroffenen Naturschutzgebiet in Oberding. Weder hinterlassene Beutetiere noch Exkremente oder Laufspuren seien entdeckt worden. Die Suche nahe dem Münchner Flughafen war von der Sichtung eines Jägers am Dienstagabend ausgelöst worden.
Dieser erkannte auf einer Wärmebildkamera ein katzenartiges Tier. Befragte Experten vermuteten womöglich einen Puma. Seither habe die Polizei etwa 30 Hinweise aus der Bevölkerung erhalten. Allerdings seien nur vier von diesen tatsächlich relevant und würden weiterverfolgt. Das Landratsamt und die Polizei betonten zudem, dass nach wie vor nicht eindeutig geklärt sei, um welche Art Tier es sich auf den Wärmebildaufnahmen handelte.
Die Bevölkerung sei weiterhin zur Vorsicht aufgerufen und solle sich bei Auffälligkeiten direkt an die Polizei wenden. Laut Polizei gestaltet sich die Suche in dem Naturschutzgebiet Notzinger Moos schwierig. Es sei eine Fläche von etwa 30 Quadratkilometern zu durchsuchen. Dafür seien neben Hubschraubern und Drohnen mit Wärmebildkameras auch Hundestaffeln und reguläre Einsatzkräfte vor Ort. Dennoch müsse Rücksicht auf den Erhalt des Naturschutzgebiets genommen werden.
Hunde könnten etwa nicht frei laufen gelassen werden, zu Fuß sei die Region auch nicht komplett zu erschließen. Bei den polizeilichen Maßnahmen sei in der Region auch Hinweisen auf mögliche Großkatzenhalter nachgegangen worden. Woher die vermutete Raubkatze stammen könnte, sei aber nach wie vor unklar. Berichte über entlaufene Tiere gebe es nicht. Sollten die Polizeikräfte allerdings tatsächlich auf eine Raubkatze treffen, sei es wohl schwierig, das Tier an Ort und Stelle zu halten.
Die Beamten seien dabei, die Möglichkeiten für eine Betäubung abzuklären.
Thu, 08 Oct 2026 12:40:46 GMT
