Nach Drohnen-Vorfall an Leipziger Flughafen: Suche nach weiterem Objekt dauert an
Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle werden die Ermittlungen fortgeführt. Die Maßnahmen im Zusammenhang mit einem zweiten verdächtigen Objekt dauerten am Donnerstag an, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden sagte. Auch eine Sprecherin des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) betonte, die Spurensuche auf dem Flughafengelände sei am Donnerstag fortgesetzt worden.
In der Nacht zum Mittwoch wurde eine Drohne mit Sprengladung am Flughafen Leipzig/Halle von einem Flughafenmitarbeiter im Sicherheitsbereich des Frachtbetriebs entdeckt. Experten der Bundespolizei entschärften die Sprengladung. Berichten zufolge befanden sich in der Nähe vier ukrainische Flugzeuge. Der Flugverkehr wurde nach dem Fund zwischenzeitlich eingestellt, mehrere Maschinen wurden umgeleitet.
Eines der Flugzeuge, das wegen der Sperrung durchstarten musste und Richtung Hannover flog, stieß nahe Leipzig mit einem weiteren Flugobjekt zusammen. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach am Mittwochabend von einem “neuen Bedrohungsszenario”. Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen sei von einem “hybriden Anschlagsszenario” auszugehen.
Dobrindt zufolge weisen die bisherigen Erkenntnisse nicht auf ein amateurhaftes Vorgehen hin, die Bedrohungslage sei “sehr professionell vorbereitet” worden. Das setze “ein hohes Maß an Technikerfahrung” und auch Erfahrung im Umgang mit Sprengstoff voraus.
Thu, 06 Aug 2026 10:29:39 GMT
