Papst Leo XIV. muss wegen Knotens in der Lunge operiert werden

Papst Leo XIV. muss wegen eines Knotens in der Lunge in den kommenden Tagen operiert werden. Der örtlich begrenzte Knoten sei bei einer Untersuchung “in einem sehr frühen Stadium” entdeckt worden und solle auf Anraten der Ärzte entfernt werden, sagte das 71-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag nach dem Angelusgebet auf dem Petersplatz. Er habe daher entschieden, den Eingriff “schon in den kommenden Tagen” vornehmen zu lassen.

Nach Angaben eines Vatikan-Sprechers soll die Operation Anfang der Woche stattfinden. Anschließend werde der Papst voraussichtlich etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben. Lungenknoten – also Verdichtungen des Lungengewebes – sind in den meisten Fällen harmlos, können manchmal aber auch bösartig sein. Unklar blieb zunächst, ob der Eingriff Auswirkungen auf die Reisepläne des Papstes haben wird.

Für Anfang bis Mitte November ist ein Besuch Leos XIV. in Uruguay, Argentinien und Peru geplant. Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni sprach dem katholischen Kirchenoberhaupt ihre “persönliche Verbundenheit” und die der italienischen Regierung aus. Die “Gelassenheit und Ruhe”, mit denen Leo XIV. über den bevorstehenden Eingriff gesprochen habe, “beruhigen uns”, erklärte sie.

Leo XIV. wurde im Mai vergangenen Jahres zum Nachfolger des im Alter von 88 Jahren gestorbenen Franziskus zum Papst gewählt. Er ist der erste Pontifex, der aus den USA stammt, und lebte lange Jahre als Missionar und Erzbischof in Peru. Seit Beginn des durch Angriffe der USA und Israel ausgelösten Iran-Kriegs hatte sich der Papst mehrfach kritisch geäußert. So verurteilte er Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit “Auslöschung” des Iran als “inakzeptabel” und rief die US-Bürger auf, darauf zu dringen, dass ihre Volksvertreter “für den Frieden arbeiten”.

Trump kritisierte Leo XIV. daraufhin als “schwach gegen Kriminalität und schrecklich in der Außenpolitik”.

Sun, 11 Oct 2026 11:59:55 GMT