Salpetersäure bei Unfall ausgelaufen: Mehrere Schulen und Kitas in Krefeld zu
Der Unfall eines mit Salpetersäure beladenen Lastwagens in Krefeld hat Behörden und Einsatzkräfte in Atem gehalten. Mehrere Schulen und Kitas in der nordrhein-westfälischen Stadt blieben am Freitag geschlossen. Auch der Bahnverkehr zwischen Duisburg und Krefeld wurde wegen des Austritts des Giftstoffes vorübergehend unterbrochen. Die Behörden forderten Anwohner im Umfeld der Unfallstelle auf, ihre Häuser nicht zu verlassen.
Am späten Freitagvormittag gab die Feuerwehr Entwarnung. Den Angaben zufolge verunglückte der Gefahrguttransporter in der Nacht zum Freitag an der Anschlussstelle Krefeld-Zentrum der Autobahn 57. Dabei trat stark ätzende Salpetersäure aus, durch die unter bestimmten Bedingungen auch Brandgefahr besteht. Rund 200 Einsatzkräfte waren vor Ort, um das Leck abzudichten, ausgetretene Säure aufzufangen und den Unfallort zu sichern.
Der Fahrer des Lastwagens wurde verletzt und in einem Krankenhaus behandelt. Die Umstände des Unfalls waren zunächst unklar. Wegen der von Salpetersäure ausgehenden Gesundheitsgefahren blieben am Freitag nach Angaben der Stadt einige Einrichtungen geschlossen, darunter vier Schulen und 15 Kitas. Es gab zahlreiche Straßensperrungen, auch zwei Museen blieben zu. Wegen des Einsatzes wurde die A57 zwischen den Anschlussstellen Krefeld-Oppum und Krefeld-Gartenstadt vorübergehend voll gesperrt.
Über das Warnsystem Nina wurde eine Warnung für einen Radius von zunächst 1000 Metern um die Einsatzstelle herausgegeben. Zusätzlich wurden vorsorglich die Sirenen in dem Bereich ausgelöst. Die Bewohner innerhalb des Absperrbereichs wurde aufgefordert, in Häusern zu bleiben sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Am späten Vormittag meldete die Feuerwehr ein Ende der akuten Gefahr. Die Bahnstrecke zwischen Duisburg und Krefeld wurde zuvor wieder freigegeben.
Fri, 06 Nov 2026 11:26:58 GMT
