Wegen des Verdachts auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) ist ein Roman des kanadisch-haitianischen Autors Thélyson Orélien von der Auswahlliste für den renommierten französischen Literaturpreis Prix Goncourt gestrichen worden. Mehrere Wissenschaftler und Journalisten seien bei Analysen übereinstimmend zu dem Schluss gekommen, dass der Roman “C’était ça ou mourir” “allem Anschein nach sehr weitgehend das Produkt einer Künstlichen Intelligenz” sei, erklärte die Académie Goncourt am Freitag.
Mit dem Schritt solle “die Integrität” der Auszeichnung und der Académie Goncourt geschützt werden, deren Ziel es sei, “von Frauen und Männern” – und damit nicht von KI – geschriebene Literatur zu würdigen und zu fördern, hieß es weiter. Es handele sich um eine “klares Signal”, dass die Akademie mit Hilfe von KI entstandene Texte “weder fördert noch auszeichnet”.
Zuvor waren bereits Plagiatsvorwürfe gegen den Autoren bekannt geworden. Der kanadische Verlag Boréal kündigte unterdessen an, alle Werbeaktionen für das im Frühling in Kanada erschienene Buch bis auf weiteres einzustellen.
Fri, 25 Sep 2026 12:23:45 GMT
