Ausgetrocknete Donau: Dürre legt Mammutknochen in Bulgarien frei

Die extrem niedrigen Pegelstände der Donau haben in Bulgarien einen Kieferknochen und Teile der Stoßzähne eines Mammuts freigelgt. Die Knochenteile hätten “sehr wahrscheinlich” einem Mammut der Eiszeit gehört, sagte der Direktor des Regionalen Geschichtsmuseums, Nikolay Nenow, am Donnerstag der AFP. Sie wurden in der Nähe der Stadt Ruse im Nordosten des Landes im Flussbett gefunden.

Nenow geht davon aus, dass das Tier zu seinem Todeszeitpunkt noch jung war. Neben den Zähnen wurden ihmzufolge Teile eines Schulterblatts und eines Oberschenkelknochens entdeckt. Die dunkle Farbe der Knochen deute darauf hin, dass das junge Mammut viel Zeit in sumpfigem Gelände verbracht habe, erklärte der Museumsdirektor. Für Archäologen sei es ein Glücksfund: Die Knochen seien gut erhalten.

Anders als andere Mammutüberreste seien sie zudem an ein und derselben Stelle gefunden worden. Es sei also davon auszugehen, dass sie zu einem einzigen Tier gehörten, sagte Nenow. Ein Anwohner des Dorfes Ryahowo hatte die Knochen am Mittwoch zufällig entdeckt, bevor sie am Donnerstag ins Museum gebracht wurden. Die Donau hat wegen fehlender Niederschläge und aufeinanderfolgender Hitzewellen seit Mai in einigen Abschnitten Rekordtiefstände erreicht.

In Rumänien wurden wegen der niedrigen Pegelstände und des deshalb fehlenden Kühlwassers zwei Atomreaktoren vom Netz genommen.

Thu, 30 Jul 2026 16:14:16 GMT