Behörden in Australien melden ersten Fall von Vogelgrippe auf dem Festland
In Australien ist erstmals ein Fall der hochansteckenden Vogegelgrippevariante H5 nachgewiesen worden. Die Krankheit sei bei einem Zugvogel im Westen des Landes festgestellt und von der Wissenschaftsbehörde bestätigt worden, erklärte Landwirtschaftsministerin Julie Collins am Samstag vor Journalisten. Es handele sich um den ersten Fall der für Vögel meist tödlichen Viruserkrankung auf dem australischen Festland.
Dass die Krankheit nun auch das australische Festland erreicht habe, sei “zwar enttäuschend, kommt aber angesichts der weltweiten Ausbreitung der H5-Vogelgrippe nicht unerwartet”, erklärte Collins. Derzeit gebe es noch keine Anzeichen für Infektionen bei Nutztieren. Eine Krisensitzung von Vertretern der Tier- und Landwirtschaftsbehörden sei einberufen worden, um eine landesweite Reaktion zu besprechen. “Wir alle wussten, dass wir nicht für immer frei von Vogelgrippe bleiben können”, fügte Collins hinzu.
Nach Angaben von Premierminister Anthony Albanese will die australische Regierung Maßnahmen ergreifen, um eine weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Krankheit ist für Vögel hochansteckend und hat meist den Tod der betroffenen Tiere zur Folge. Der bestätigte Vogelgrippefall wurde in einer abgelegenen Gegend rund 630 Kilometer südöstlich von Perth an der australischen Westküste entdeckt.
Experten äußerten die Sorge, dass die Vogelgrippe insbesondere in Australien zum Aussterben seltener Tierarten beitragen könnte. Fast die Hälfte der wildlebenden Vogelarten Australiens und 83 Prozent der Säugetiere kommen nirgendwo sonst vor.
Sat, 20 Jun 2026 04:57:49 GMT
