US-Präsident Donald Trump hält eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen gegen den Iran nach eigenen Angaben für “höchst unwahrscheinlich”. Dies gelte, solange die Gespräche über eine Beilegung des Konflikts Fortschritte machten, sagte Trump am Sonntag dem Fernsehsender CNN. Zugleich schloss er erneute Angriffe nicht aus, falls Teheran keinem weitreichenden Abkommen zustimme.”Die Antwort lautet, dass es höchst unwahrscheinlich ist, dass es nötig sein wird”, sagte Trump im CNN-Gespräch auf die Frage nach einer Wiederaufnahme der Kämpfe. “Ich würde es tun, wenn es nötig wäre, aber wir haben sie sehr hart getroffen”, fügte er hinzu.
Ob es zu weiteren Angriffen komme, hänge davon ab, ob der Iran ein “sehr starkes Abkommen” unterzeichne. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor erklärt, die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts seien nach der schweren Niederlage von Trumps Republikanern bei den US-Kongresswahlen ins Stocken geraten. Seit einigen Tagen gebe es keine Besuche von Vermittlern mehr.
Dies liege an dem “Schock” über den Wahlausgang, sagte Araghtschi dem Staatsfernsehen. Zugleich bekräftigte der iranische Außenminister das Angebot Teherans, die strategisch wichtige Straße von Hormus unter bestimmten Bedingungen wieder zu öffnen. Der Iran fordert unter anderem ein Ende der Kampfhandlungen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und die Aufhebung der US-Seeblockade.
Der Krieg hatte Ende Februar mit gemeinsamen Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Ziele in der Region und auf mehrere Golfstaaten. Die zuletzt wieder aufgenommenen indirekten Gespräche über die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan brachten bislang keinen Durchbruch.
Sun, 08 Nov 2026 19:22:45 GMT
