US-Notenbank Fed lässt Leitzins unverändert

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) lässt den Leitzins trotz des Iran-Krieges vorerst weiter stabil. Wie die Fed am Mittwoch mitteilte, bleibt der Leitzins unverändert bei 3,5 bis 3,75 Prozent. Die erneute Zinspause war im Vorfeld von Analysten erwartet worden, da der Iran-Krieg einerseits Inflationssorgen schürt, andererseits aber auch der US-Arbeitsmarkt unter stärkeren Druck geraten könnte.

Das Mandat der Fed sieht – anders als das der Europäischen Zentralbank (EZB), deren oberste Aufgabe die Bewahrung der Preisstabilität im Euroraum ist – auch die Sicherung eines möglichst hohen Beschäftigungsstandes vor, zusätzlich zum Inflationsziel von zwei Prozent. Höhere Energiepreise wegen des Iran-Krieges treiben nicht nur die Inflation nach oben, sondern könnten künftig womöglich auch das Wirtschaftswachstum bremsen, was sich dann auch auf die Beschäftigung auswirken könnte.

Zuletzt hatte die Fed den Leitzins im Dezember gesenkt, Ende Januar war sie dann ungeachtet der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach weiteren Zinssenkungen auf einen abwartenden Kurs eingeschwenkt und hatte den Leitzins seitdem konstant gehalten. Die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet regulär am 15. Mai. Sein Nachfolger soll Trumps Wunschkandidat Kevin Warsh werden.

Wed, 29 Apr 2026 18:21:16 GMT