Wegen eines Streiks des Kabinenpersonals bei der Lufthansa sind am Freitag zahlreiche Flüge ausgefallen. Nach Schätzung der Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), die zu dem Streik aufgerufen hatte, starteten nur vereinzelt Maschinen. Der Konzern erklärte auf Nachfrage lediglich, er habe “mehr als ein Drittel des ursprünglich geplanten Flugprogramms von Lufthansa Airlines” anbieten können. Der Streik begann am frühen Morgen und sollte bis 22.00 Uhr am Freitagabend dauern. Betroffen waren bei der Kernmarke Lufthansa alle Abflüge von den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München und bei der Tochter Cityline Abflüge von neun Flughäfen in Deutschland. Die Lufthansa hatte zusätzliche Flüge von Tochtergesellschaften angekündigt und wollte größere Flugzeuge einsetzen, um die Folgen des Streiks zu begrenzen. Genauere Angaben zur Zahl der gestrichenen Flüge und der betroffenen Passagiere machte der Lufthansa-Konzern am Freitag nicht. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte, das tatsächlich angebotene Drittel des Flugprogramms beziehe sich auf Lufthansa Airlines – dazu gehören neben Lufthansa Classic und Lufthansa Cityline auch Lufthansa City Airlines, Air Dolomiti und Discover Airlines.UFO-Verhandlungsführer und Leiter Tarifpolitik Harry Jaeger ging von deutlichen Auswirkungen des Streiks aus. Die Streikbeteiligung sei “gigantisch”, sagte Jaeger der Nachrichtenagentur AFP. Nach seinem Eindruck starteten “nur vereinzelte Flüge”. Er gehe von ungefähr 90 Prozent Ausfällen bei den betroffenen Airlines aus. Eine Sprecherin Flughafenbetreibers Fraport gab auf Anfrage der AFP nur Zahlen für den gesamten Flugbetrieb aller Airlines in Frankfurt an. Von geplanten rund 1350 Flugbewegungen seien mit Stand später Vormittag bereits etwa 580 Flüge annulliert worden. Das entspreche etwa 72.000 Passagieren.Ähnlich hielt es der Flughafen München: Für Freitag seien insgesamt 940 Flugbewegungen geplant gewesen, etwa hälftig Starts und Landungen. “Davon haben die Airlines gut 400 gestrichen”, erklärte ein Sprecher. “Wir gehen davon aus, dass wir am Samstag wieder weitgehend das komplette Flugprogramm anbieten können, dennoch kann es noch zu vereinzelten Flugstreichungen und -verspätungen kommen”, erklärte die Lufthansa. Fluggäste würden aktiv per E-Mail benachrichtigt, wenn ihr Flug betroffen sei. Der Konzern bat Reisende, dafür ihre Kontaktinformationen aktuell zu halten und sich online oder per App zum Flugstatus zu informieren.UFO will mit dem Arbeitskampf Druck auf die Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag bei der Lufthansa ausüben, sie fordert Arbeitszeitentlastungen für die rund 18.000 Stewards und Stewardessen. Bei Cityline geht es um einen Sozialplan für die rund 800 Flugbegleiter; die Airline soll im kommenden Jahr eingestellt werden. Der UFO-Vorsitzende Joachim Vázquez Bürger hatte erklärt, die Gewerkschaft habe “die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten”. “Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich.” Er wies der Lufthansa die Verantwortung zu, “die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen”.Lufthansa-Vorstandsmitglied Michael Niggemann bezeichnete den Streik hingegen als “verantwortungslos”. Die Arbeitsniederlegung treffe die “Fluggäste inmitten des Rückreiseverkehrs zum Ende der Osterferien besonders hart”, erklärte er. Die UFO habe “schnell eskaliert”, anstatt sich auf ernsthafte Verhandlungen zu den Vorschlägen der Lufthansa einzulassen.
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Eintägiger Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa hat begonnen
Bei der Lufthansa hat am Freitag ein eintägiger Streik des Kabinenpersonals begonnen. Am Flughafen Frankfurt am Main wurden am Morgen mehrere Flüge annulliert, wie auf der Website des Flughafens zu sehen war. Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat bis 22.00 Uhr zum Streik bei der Kernmarke Lufthansa und der Tochter Cityline aufgerufen.Bestreikt werden UFO zufolge Abflüge der Lufthansa von den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München sowie die Abflüge von Cityline von insgesamt neun Flughäfen in Deutschland. Die Lufthansa hat zusätzliche Flüge von Tochtergesellschaften angekündigt und will größere Flugzeuge einsetzen, um die Folgen des Streiks zu begrenzen. UFO will mit dem Arbeitskampf Druck auf die Verhandlungen über einen neuen Manteltarifvertrag bei der Lufthansa ausüben, sie fordert Arbeitszeitentlastungen für die rund 18.000 Stewards und Stewardessen. Bei Cityline geht es um einen Sozialplan für die rund 800 Flugbegleiter; die Airline soll im kommenden Jahr eingestellt werden.
Rehlinger fordert staatliche Preisobergrenzen und Mehrwertsteuersenkung
Vor dem Treffen von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften hat die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) auf staatliche Obergrenzen für den Benzinpreis und eine Absenkung der Mehrwertsteuer gedrängt. Die Bundesregierung müsse angesichts der Preisanstiege an Tankstellen und in Supermärkten “konkrete weitere Maßnahmen auf den Weg bringen”, sagte Rehlinger den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitagsausgaben). Rehlinger forderte: “Deutschland sollte staatliche Preisobergrenzen für Sprit festlegen wie Luxemburg.” Die Bundesregierung sollte “mit einer Übergewinnsteuer unmoralische Krisengewinne der Konzerne abschöpfen und damit Entlastungen für die Menschen im Land finanzieren.” Zudem sollten “Lebensmittel durch eine gezielte Senkung der Mehrwertsteuer günstiger” gemacht werden. Da Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) bisher keine Bereitschaft zeige, weitere Schritte zu gehen, sei es gut, dass Klingbeil nun Arbeitgeber und Gewerkschaften eingeladen habe, erklärte Rehlinger, die auch Vize-Chefin der SPD ist.Klingbeil hat die Spitzen von Unternehmensverbänden und Gewerkschaften wegen der Energiepreiskrise zu einem Treffen am Freitagvormittag in Berlin geladen. Neben den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher soll es nach Angaben von Klingbeils Ministerium auch um “möglichst zielgenaue” Entlastungen gehen.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist laut “Bild”-Zeitung offen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale – die SPD hält davon aber wenig. SPD-Politiker sprachen sich zuletzt für einen Spritpreisdeckel und für eine Übergewinnsteuer aus. Merz soll auch für eine Senkung der Stromsteuer sein. Eingeladen zu dem Treffen bei Klingbeil wurden laut “Spiegel” Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall, der IGBCE, des Bundesverbands der Industrie sowie der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände.
Finanzminister Klingbeil trifft Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat die Spitzen von Unternehmensverbänden und Gewerkschaften wegen der Energiepreiskrise zu einem Treffen am Freitagvormittag in Berlin geladen. Neben den wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs für Unternehmen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher soll es nach Angaben von Klingbeils Ministerium auch um “möglichst zielgenaue” Entlastungen gehen.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist laut “Bild”-Zeitung offen für eine Erhöhung der Pendlerpauschale – die SPD hält davon aber wenig. SPD-Politiker sprachen sich zuletzt für einen Spritpreisdeckel und für eine Übergewinnsteuer aus. Merz soll auch für eine Senkung der Stromsteuer sein. Eingeladen zu dem Treffen bei Klingbeil wurden laut “Spiegel” Vertreterinnen und Vertreter der IG Metall, der IGBCE, des Bundesverbands der Industrie sowie der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände.
DGB-Chefin kritisiert Aussagen von Klingbeil zur Renten- und Arbeitszeitpolitik
Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi hat deutliche Kritik an Äußerungen von Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) zur Renten- und Arbeitszeitpolitik geäußert.Klingbeils Aussage, Deutschland müsse “aufhören, ein früheres Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu fördern”, sei “falsch”, sagte Fahimi dem “Tagesspiegel” (Dienstagsausgabe). Die DGB-Chefin lehnte zudem Klingbeils Forderung ab, längeres Arbeiten stärker zu fördern. Wer länger arbeiten wolle, könne dies bereits, sagte Fahimi. Vielen fehle aber schlicht die Möglichkeit. “Über 55-jährige Arbeitslose finden außerdem selten noch einen guten Job”, sagte sie. Die gestiegene Erwerbsquote sei kein Erfolg der Rente mit 67, sondern einer verbesserten Arbeitsmarktpolitik.Fahimi wies außerdem Klingbeils jüngste Aussage, die Gesellschaft müsse insgesamt mehr arbeiten, zurück. Sie verneinte die Frage, ob Klingbeil damit recht habe. “Deutschland hat kein Problem mit dem Arbeitsvolumen, hier wird grundsätzlich genug gearbeitet”, sagte sie. “Oder was soll der Industriearbeiter, der gerade auf Kurzarbeit ist, von solchen Aussagen halten? Oder die 120.000 Menschen, die 2025 in der Industrie ihren Job verloren haben?”In Vollzeit-Jobs werde in Deutschland “nicht weniger gearbeitet als im europäischen Ausland”, sagte Fahimi. Deutschland habe eine überproportional hohe Teilzeit-Quote, was aber “ein Grund zur Freude, nicht zur Klage” sei, denn damit sei die Frauen-Erwerbsquote deutlich gestiegen. Den Vorschlag von CSU-Chef Markus Söder für eine Stunde Mehrarbeit pro Woche wies die DGB-Chefin zurück. “Das sind technokratische Zahlenspiele, die an der Realität vorbeigehen”, sagte sie. Söder sei für die Vereinbarung von Wochenarbeitszeiten nicht zuständig. “Dieses politische Reinfummeln in Tarifvertragsverhandlungen ist der Versuch, die darin stattfindenden Verteilungskompromisse aufzuweichen”, sagte Fahimi. “Das verbitte ich mir.”Kritisch äußerte sich Fahimi zudem zu Klingbeils Befürchtung, die SPD werde zu sehr als Partei der Transferleistungsempfänger wahrgenommen. Dieses Feedback müsse die SPD “sehr ernst nehmen”, sagte sie, und wieder stärker einem klaren Kurs sozialer Gerechtigkeit folgen, statt sich in “kleinteiligen Kompromissen” zu verlieren. “Das Profil der SPD ist offenbar zu unscharf”, sagte die einstige SPD-Generalsekretärin.
Hohe Spritpreise: Ricarda Lang fordert Recht auf Homeoffice
Angesichts stark gestiegener Spritpreise hat Grünen-Politikerin Ricarda Lang zur Entlastung Beschäftigter ein Recht auf Homeoffice gefordert. “Jeder gesparte Tropfen Sprit ist im Moment gut für den Geldbeutel der Bürger”, sagte Lang den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben). “Beschäftigte brauchen jetzt ein Recht auf mobiles Arbeiten und Homeoffice überall dort, wo die Tätigkeit es zulässt und keine betrieblichen Gründe entgegenstehen.”Gerade angesichts steigender Kosten für Sprit und Bahntickets könne Homeoffice viele Beschäftigte ganz konkret entlasten, sagte die Grünen-Politikerin. Klar sei aber auch, dass zuhause Arbeiten in vielen Berufen keine Option sei. “Wer jeden Tag zur Arbeit fahren muss, darf mit den zusätzlichen Belastungen nicht allein gelassen werden.”Notwendig seien deshalb “gezielte Entlastungen, finanziert über eine Übergewinnsteuer”, betonte Lang. “Wer in der Krise außergewöhnliche Gewinne macht, soll auch einen Beitrag dazu leisten, ihre Folgen abzufedern.”Flexiblere Homeoffice-Regelungen hatte zuvor bereits der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gefordert. Unternehmen sollten Beschäftigten die Wahl geben, ob sie im Büro oder Homeoffice arbeiten. Das könne Pendelstrecken einsparen und die Geldbeutel schonen.
Zahl der Arbeitslosen bleibt im März über Drei-Millionen-Schwelle
Die Frühjahrsbelebung beginnt verhalten: Die Zahl der Arbeitslosen ist im März nur leicht gesunken und bleibt über der Drei-Millionen-Schwelle. Sie nahm im Vergleich zum Februar um 49.000 auf 3,021 Millionen ab, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zurück und lag demnach auf Vorjahresniveau. Die wie üblich im März beginnende Frühjahrsbelebung starte dieses Jahr “ohne nennenswerten Schwung”, erklärte BA-Chefin Andrea Nahles. Im Vergleich mit dem Vorjahresmonat kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 54.000, wie die BA weiter mitteilte.Saisonbereinigt blieb die Arbeitslosenzahl nach Angaben der BA gegenüber Februar unverändert. Bei der Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsförderung und kurzfristig Erkrankte mit einbezieht, gab es im Vormonatsvergleich saisonbereinigt ebenfalls keine Bewegung. Verglichen mit März vor einem Jahr sank sie um 4000 auf 3,690 Millionen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften verharrte auf niedrigem Niveau. Im März zählte die BA 638.000 offene Stellen und damit 5000 weniger als vor einem Jahr.Der Arbeitsmarkt bleibe insgesamt “trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds stabil”, erklärte das Bundesarbeitsministerium. Jedoch hielten sich die Unternehmen weiterhin bei Neueinstellungen zurück und gerade für arbeitslose Menschen bleibe es schwierig, eine Beschäftigung aufzunehmen. “Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, auch durch weitere internationale Unsicherheiten”, erklärte Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Die Bundesregierung halte unter anderem mit dem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen dagegen. Bas verwies darauf, dass das Interesse junger Menschen an einer Ausbildung “zuletzt leicht gestiegen” sei. Sie wolle die Betriebe “ausdrücklich ermutigen”, das zu nutzen und in Ausbildung zu investieren.Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sank nach Hochrechnungen der BA von Dezember bis Januar saisonbereinigt um 30.000. Mit 34,75 Millionen Beschäftigten lag sie im Vorjahresvergleich um 72.000 niedriger.Kurzarbeit wurde im März für 38.000 Beschäftigte angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme kann die BA bis Januar 2026 vorweisen: Nach vorläufigen hochgerechneten Daten bekamen 136.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld und damit 6000 mehr als im Februar, aber 141.000 weniger als im März 2025.ING-Analyst Carsten Brzeski wies zwar daraufhin, dass sich die schrittweise Verschlechterung der Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt in den vergangenen beiden Monaten etwas abeschwächt hat. Für den Rest des Jahres erwartet der Analyst allerdings, dass es auf dem Arbeitsmarkt weiter allmählich bergab geht. Deshalb und mit Blick auf die zunehmende Inflation sei es “kaum vorstellbar”, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher mit ihrem privaten Konsum zum Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft werden könnten.
Gericht: Pauschale Regelung zu Freistellung nach Kündigung ist unwirksam
Eine pauschale Regelung im Arbeitsvertrag, wonach die Firma Beschäftigte sofort nach der Kündigung freistellen darf, ist unwirksam. Sie benachteiligt Arbeitnehmer unangemessen, wie das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am Dienstag entschied. Ihr Interesse, tatsächlich bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses weiterzuarbeiten, wiegt hier schwerer als das Interesse der Arbeitgeber an der Freistellung. (Az. 5 AZR 108/25)Im Einzelfall kann das aber anders aussehen, wenn die Firma bestimmte Interessen geltend machen kann. In Erfurt ging es um den Fall eines Gebietsleiters im Vertriebsaußendienst. Er hatte einen Dienstwagen, den er auch privat nutzen durfte. Nachdem er gekündigt hatte, stellte ihn die Firma frei und forderte ihn dazu auf, den Dienstwagen zurückzugeben. Der Mann tat das, klagte aber auf eine Nutzungsausfallentschädigung. Vor dem niedersächsischen Landesarbeitsgericht in Hannover hatte er Erfolg, es verurteilte den Arbeitgeber zur Zahlung. Das Bundesarbeitsgericht entschied nun, dass das Gericht in Hannover erneut über den Fall entscheiden muss. Denn es prüfte nicht richtig, ob das Interesse der Firma hier womöglich doch überwiegt.
Beschäftigte in Ausbildungsberufen im Handwerk verdienen oft unterdurchschnittlich
Im Handwerk haben Beschäftigte im vergangenen Jahres häufig weniger verdient als der Durchschnitt in Ausbildungsberufen. So belief sich der Verdienst aller Vollzeitbeschäftigten mit anerkannter Berufsausbildung im Schnitt auf 4125 Euro brutto, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteile. Im Handwerk lag das Gehalt demnach oft darunter, Friseurinnen und Friseure zum Beispiel verdienten 2470 Euro und damit mehr als 1500 Euro weniger als der Durchschnitt.Angestellte Maurer verdienten im Schnitt 3910 Euro, wie das Bundesamt weiter mitteilte. Bäcker und Konditoren erhielten 3311 Euro. Etwas mehr als den Durchschnittsverdienst bekamen Werkzeugmechaniker mit 4179 Euro – mehr als eineinhalb Mal so viel wie Friseure.Die Statistikbehörde wies auch auf den Einfluss des Bildungsabschluss auf das Gehalt hin: Im April 2025 verdienten Vollzeitbeschäftigte ohne abgeschlossene Berufsausbildung demnach 3432 Euro. Das sind rund 693 Euro weniger, als Beschäftigte mit Ausbildungsabschluss bekommen. Mit einem Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss erhöhte sich der Durchschnittsverdienst auf 5405 Euro.Die Zahlen des Statistikamts beziehen sich auf den April 2025 und beinhalten keine Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld. In den Daten sind nur abhängig Beschäftigte erfasst, keine Selbständigen.
